1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Nachrodt-Wiblingwerde

Vorletzte Sprengung an der B236: Noch steht einiges an

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jona Wiechowski

Kommentare

Wahrscheinlich das vorletzte Mal hat am Donnerstag eine Sprengung am Felsen an der B236 stattgefunden.
Wahrscheinlich das vorletzte Mal hat am Donnerstag eine Sprengung am Felsen an der B236 stattgefunden. © Popovici, Cornelius

Am Donnerstag ist die voraussichtlich vorletzte Sprengung an der B236 erfolgt. Abgeschlossen sind die Arbeiten damit noch lange nicht.

Nachrodt-Wiblingwerde – Felsnasen drohen, auf die B236 zu stürzen – deswegen werden sie weggesprengt. Die voraussichtlich vorletzte dieser Sprengungen ist am Donnerstagnachmittag erfolgt – und das genauso unspektakulär wie jene davor. „Alles ist gut gelaufen, alle sind zufrieden“, lautete das Fazit von Straßen.NRW-Pressesprecher Andreas Berg kurz nach der Aktion auf Nachfrage unserer Zeitung.

80 Kilo Sprengstoff

Knapp 80 Kilogramm Sprengstoff gingen diesmal dadurch und lösten 450 bis 500 Kubikmeter Gestein von den Felsen an der B236 ab, erklärte Berg. Die rund 90 Bohrlöcher seien diesmal mit sechs Metern noch einmal gut zwei Meter tiefer gewesen als bei den Sprengungen davor.

Größere Erschütterungen gab es nicht, sodass die meisten Bewohner wieder nichts von der Aktion mitbekommen haben dürften. Deutlich lauter geknallt haben einmal mehr die rund 1,6 Tonnen schweren Schutzmatten, die im Anschluss auf die Straße fallen gelassen wurden. Diese Matten verhindern, dass das Gestein durch die Gegend fliegt.

Vor der Sprengung am Donnerstag hatte es geheißen, dass dies wahrscheinlich die letzte sei. Dabei bleibt es nicht. Hintergrund ist laut Berg ein Bohrgerät, das kaputtgegangen ist, weswegen nicht alle geplanten Löcher für den Sprengstoff hätten gebohrt werden können. Wann die – dann letzte – Sprengung stattfindet, steht noch nicht fest.

Was noch kommt

Unabhängig von dieser letzten Sprengung steht auf der Baustelle noch einiges an. „Ordentlich Schutt“ müsse laut dem Pressesprecher noch weggeräumt werden. Auch seien die Felssicherungsarbeiten noch nicht abgeschlossen, die unter anderem in Form von Netzen erfolge. Nach wie vor spricht Berg von einem Ende der Maßnahme „Anfang August“. Frühestens in zwei Monaten dürfte der Verkehr damit endlich wieder rollen.

Durch die Arbeiten sind Schäden an der B236 entstanden. Was an der Straße genau gemacht werden müsse, sei Stand jetzt noch nicht ganz klar, so Berg. Gut möglich, dass die ersten vier Zentimeter Asphalt abgetragen und neu aufgebracht werden müssten. Der Pressesprecher spricht von „kosmetischen Arbeiten“.

Auch interessant

Kommentare