Marlon ist bester Vorleser an der Sekundarschule

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Marlon Papendick (Mitte) gewann den Vorlesewettbewerb an der Sekundarschule vor Maja Häuser (l.) und Leonie Berger (r.).

Nachrodt-Wiblingwerde - Der elfjährige Marlon Papendick hat am Freitag den Vorlesewettbewerb der Sechstklässler an der Sekundarschule gewonnen. Der junge Nachrodter setzte sich im Finale gegen zwei Mitbewerberinnen durch und darf seine Schule nun im Kreiswettbewerb vertreten.

Bereits im November hatten in den drei sechsten Klassen der Sekundarschule Vorausscheidungen stattgefunden, bei denen die Teilnehmer ihren Klassenkameraden ein selbst gewähltes Buch vorgestellt hatten. Marlon Papendick (6a) auch Maja Häuser (6b) und Leonie Berger (6c) waren dabei Klassensieger geworden. Am Freitag stellten sich die klassenbesten Vorleser dann vor den versammelten Sechstklässlern als Publikum einer dreiköpfigen Jury vor. Die stellvertretende Schulleiterin Gudrun Reinecke-Bartelt und die beiden Lehrerinnen Julia Bommersbach und Beata Zajac bewerteten jeden Vortrag nach verschiedenen Kriterien. Die Lautstärke, mit denen die Schüler vorlasen, spielte ebenso eine Rolle wie das Lesetempo. Die Jury achtete darauf, ob die Kandidaten beim Lesen auch den Sinn des vorgelesenen Textes erfassten und ob sie sicher und flüssig vorlasen.

Die drei Klassensieger stellten nun das von ihnen ausgewählte Buch, aus dem sie drei Minuten lang vorlesen mussten, zunächst ihren Mitschülern vor – und dann konnte es losgehen. Marlon Papendick hatte sich „Auf Rätseljagd“ aus der Reihe „Die drei ??? – Kids“ von Ulf Blanck ausgesucht. Maja Häuser las aus Enid Blytons dritter Folge des Buches „Die fünf Freunde“ vor. Die elfjährige Leonie Berger aus Altena schließlich las eine Passage aus „Harry Potter und der Stein der Weisen“, dem ersten Fantasyroman der siebenteiligen Reihe von Joanne K. Rowling, vor.

Im zweiten Teil des Vorlese-Finales wurde es dann etwas schwieriger für die drei Kandidaten. Jetzt mussten sie einen ihnen unbekannten Text vorlesen. Die Jury hatte dafür Thomas Schmids Kurzgeschichte „Gelbe Engel“ aus dem Buch „Warten auf Weihnachten“ ausgewählt. Spätestens hier trennte sich dann die Spreu vom Weizen, denn der Text enthielt einige sprachliche Klippen, die es zu umschiffen galt.

Nach einer kurzen Beratungspause verkündete die Jury dann das Ergebnis: Gewonnen hatte Marlon Papendick, der zweite Platz wurde zweimal vergeben. Ob dem Elfjährigen seine besondere Gestaltung der Weihnachtsgeschichte mit einer Gesangseinlage („Jingle Bells“) zum Sieg verholfen hatte? Gut möglich.

Marlon Papendick wird sich nun im Januar oder Februar im Kreiswettbewerb mit den Vorlesesiegern der anderen Schulen aus dem Märkischen Kreis messen. Weitere Stufen sind dann der Regional- und der Landeswettbewerb, ehe sich schließlich die besten Vorleser am 17. Juni beim Bundesfinale in Berlin treffen. Doch bis in die Bundeshauptstadt ist es noch ein langer Weg...

Der Vorlesewettbewerb soll die Lesemotivation der Schüler fördern und ihre sozialen und sprachlichen Kompetenzen stärken. - Volker Griese

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