20 Prozent neues Material im zweiten Wiblingwerde-Film

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Dr. Karl-Heinz Lindenlaub (l.) und Heinz-Dieter Philipp stellten am Mittwochabend in der Heimatstube den überarbeiteten Film über Wiblingwerde vor.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die Premiere des Films „Schönes Wiblingwerde aus der Sicht des Kutschers“ haben vor zwei Jahren 120 Zuschauer gesehen – die neu überarbeitete Version von Dr. Karl-Heinz Lindenlaub und Hans-Dieter Philipp am Mittwochabend immerhin 40 Personen.

Der Zulauf am Mittwoch freute die Veranstalter, die im Vorfeld nicht abschätzen konnten, wie groß das Interesse sein würde. „Wer bereits eine DVD hat, wird sich bestimmt nicht noch eine kaufen“, vermutet Lindenlaub. Und dennoch wollten sich etliche Bürger die Zweit-Premiere von „Schönes Wiblingwerde aus der Sicht des Kutschers“ nicht entgehen lassen.

In der Heimatstube flimmerte die neue Version, die etwa 20 Prozent neues Filmmaterial enthält, dafür aber nur vier Minuten länger dauert als die ursprüngliche Version, über die Leinwand. Die ehemalige Telegrafen-Station in Veserde – die in der Vorgänger-DVD aufgrund eines Missverständnisses nicht mit aufgenommen wurde – hat nun einen etwa achtminütigen „Auftritt“.

Außerdem erfahren die Zuschauer, welche Schlüsse Sprachforscher aus dem Ortsnahmen ziehen. „Wibl“ lässt sich auf den germanischen Namen „Wigibald“ zurückführen. Die Endung „ing“ deutet auf einen Familienverband hin. „werde“ kommt von „wrechte“, ein altes Wort für „Zaungeflecht“. Damit war die frühe Siedlung als Schutz gegen Mensch und Tiere umgeben. Es wird also vermutete, dass der erste Wiblingwerder „Wigibald“ hieß, Neusiedler war, und einen neuen Lebensraum für sich und seine Familie suchte. Er könnte ein Bauer gewesen sein, der viel Bäume fällen und Wurzeln roden musste, bevor er eine neue Bleibe errichten konnte.

Als dritte neue Szene nahmen Lindenlaub und Philipp einen Beitrag am Johannisborn hinzu. Dafür strichen sie Zeiten beim Einspannen der Pferde. „Das war uns in der Nachbetrachtung einfach etwas zu lang“, so Lindenlaub. „Und wenn man schon einmal dabei ist, etwas zu überarbeiten, dann macht man das von vorne bis hinten“, informierte er, dass auch der Vorspann sowie die Schriften überarbeitet wurden.

Die neue Filmversion ist ab sofort für 12 Euro im Lebensmittel- & Getränkemarkt Winkhaus, in der Lotto- und Postfiliale von Elke Schmalenbach und auch direkt bei Dr. Lindenlaub (Tel. 0 23 52/26 07 66) zu bekommen. ▪ Susanne Riedl

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