Opfer der Kriege nicht vergessen

Alina Huckschlag las einen besinnlichen Text aus der Feder von Archibald Mac Leish vor. Foto: Bröer

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Am Sonntagmorgen fand am Ehrenmal in Nachrodt die feierliche Kranzniederlegung anlässlich des Volkstrauertages statt. Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkveranstaltung vom Männergesangverein „Frohsinn“. Zwei Liedstücke waren zu hören.

Von Hartwig Bröer

Auch im Ortsteil Wiblingwerde wurde der Opfer der Kriege und der Gewaltherrschaft gedacht. Dort wirkten der Posaunenchor der ev.-ref. Kirchengemeinde Wiblingwerde, eine Abordnung der Wehr und der MGV Wiblingwerde mit. In Versede hatten zuvor ebenso Feuerwehr, Posaunenchor und der MGV der Verstorbenen gedacht.

Alina Huckschlag von der Albert-Schweizer-Hauptschule in Nachrodt trug hier am Ehrenmal zwei Gedichte vor. Der erste Text – Die jungen toten Soldaten – stammte aus der Feder von Archibald Mac Leish. In ihm riefen die Gefallenen den Lebenden zu, ihrer zu gedenken und ihren Tod nicht unvergessen zu lassen. Denn sie seien nicht grundlos von dieser Welt gegangen.

Der zweite Text – Alle Tage von Ingeborg Bachmann – erzählte die Geschichte eines Soldaten, der sowohl vor dem Feind aber letztlich auch vor sich selbst fortlief. Beides allerdings vergebens.

Die Kranzniederlegung erfolgte durch Bürgermeisterin Birgit Tupat und den stellvertretenden Bürgermeister Michael Schlieck. Pfarrer Wolfgang Kube ging in seiner Kurzpredigt auf einen israelischen Literaten ein, der im Jahr 1942 das Gedicht „Mandelbaum“ zu Papier brachte.

Der Mandelbaum sei, so Kube, ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Winter vorbei sei. Dies könne man auch auf einen Krieg beziehen. Auf einen Krieg, von dem man schon in Kriegszeiten wissen könne, dass er irgendwann einmal enden würde. Eine Abordnung des Löschzuges Nachrodt der Freiwilligen Feuerwehr nahm ebenfalls an der Kranzniederlegung teil.

Den Mahnungen zum Frieden folgten neben den Offiziellen auch viele Bürgerinnen und Bürger.

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