Spannende Brutzeit hat begonnen

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Ursprünglich beheimatet in Australien sind die grünen Wellensittiche. Zur vereinfachten Fortpflanzung bietet Norbert Grebe den Tieren Bruthöhlen an.

Nachrodt-Wiblingwerde - Wolfgang Wolfinger freut sich immer auf die Vogelstammtisch-Termine bei Norbert Grebe in Rennerde. Der Lüdenscheider beschäftigt sich mangels Platz für eine eigene Voliere ganzjährig mit Wildvogel-Beobachtungen. „Aber hier sieht man wunderbare Exoten, mit denen ich mich stundenlang beschäftigen kann!“ freut sich der Tierfreund.

Aktuell ist es besonders spannend, sich in Norbert Grebes Volierenhaus umzusehen, denn es ist Brutzeit. Besonders fleißig dabei sind die grünen Wellensittiche und die Wachteln. „Ich hoffe, in ein paar Tagen Jungvögel begrüßen zu können“, so der Rennerder Hobbyzüchter. Bei ihm kann man aktuell seltene Gelege sehen, denn auch einige Exoten sind in Rennerde eingezogen. 18 Tage brüten die Tiere in den eigens vom Züchter bereiteten Höhlen. Die Wachteln - nicht minder schwer mit der Reproduktion beschäftigt - brüten 17 Tage ihre Eier, bis der Nachwuchs schlüpft. „Aus dem klassischen Hühnerei, das jeder als Nahrungsmittel kennt, schlüpft nach 21 Tagen Brutzeit ein Küken“, erklärt Norbert Grebe.

Seine prächtigen Tiere, darunter auch viele Exoten, schützt er nicht nur vor dem Fuchs, sondern auch vor Mäusen, die in der Voliere eine leicht zu erreichende Futterquelle sehen. „Ich fahre ganz gut damit, die Mäuselöcher zu suchen und Wasser hineinzugießen, das mögen die Tiere gar nicht“, berichtete Grebe den Vogelstammtischgästen Brigitte Kleinschmidt und Wolfgang Wolfinger.

Den Stammbesuchern mangelt es auch vor der eigenen Haustür nicht an bunter Vogelpracht: „Am häufigsten besuchen uns Blau- und Kohlmeisen. Darüber hinaus kommen Kleiber, Buntspecht, Dompfaff, Eichelhäher und ganz selten mal Grünspecht und Rotkehlchen. Spatzen fehlen im Moment ganz. Wir wissen nicht, wo sie abgeblieben sind...“

Das Wildvogelaufkommen sei in den vergangenen Jahren arg dezimiert. „Artenvielfalt ist noch da, aber in der Menge kommen weitaus weniger Tiere an unsere Futterstelle“, so Wolfgang Wolfinger. Weshalb das so ist, darüber kann er nur mutmaßen: „Ich beobachte immer weniger Insekten und ich vermute, dass auch die Futterstellen durch Menschenhand weniger geworden sind. Vielleicht hat auch die Vogelgrippe einigen Beständen nicht gut getan oder Schadstoffe auf den Feldern, die ja auch wichtige Nahrungsquelle sind.“

Norbert Grebe will sich dem Thema Wildvögel bei einem der nächsten Vogelstammtische ausführlicher widmen. Er bereitet einen Thementag Nistkastenbau vor. Den Termin wird er rechtzeitig bekannt geben. „Ich baue noch an ein paar Ansichtsexemplaren.“

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