Vogelsammlung ergänzt den Waldlehrpfad

Karl-Heinz Tacke mit einem Teil seiner gefiederten Ausstellungsstücke. -

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Nicht nur, dass Karl-Heinz „Bauer“ Tacke den Lehrpfad auf dem Lohagen ständig erweitert. Auch die von ihm betriebene Waldschule wird innovativ betrieben. Jetzt startet Tacke sein neuestes Projekt, die Vogelsammlung. Er beschäftigt sich zwar schon mehrere Jahre mit diesem Thema, bislang ist jedoch davon nur wenig an die Öffentlichkeit gelangt.

Das ist auch kein Wunder, hat Tacke seine Exponate doch bisher nur zwei Mal ausgestellt.

Zunächst auf der Landesgartenschau in Hemer und dann in der Grundschule Wiblingwerde. Eine zweite Ausstellung auf der Landesgartenschau wird jedoch Mitte August erfolgen. Die Präsentation der seltenen Vögel ist jetzt allerdings auch schon wieder einige Wochen her. Seitdem ruhen die Exponate wieder in seiner Scheune auf dem Hallenscheid.

Tacke hat nun damit begonnen, den Ausstellungsstücken die richtige Umgebung zu verschaffen. Dazu trug er alles zusammen, was Wald und Wiesen hergaben. Mit seinen Fundstücken stellt er nun den natürlichen Lebensraum der Vögel nach. So bildete er das Umfeld von Auerhahn, Kornbeisser, Mauersegler und Schwalbe nach. Das Modell, welches Tacke schuf, ist rund neun Quadratmeter groß, wird aber ständig erweitert. In ihm befinden sich auch die mittlerweile so selten gewordenen Vogelarten wie Falke, Habicht oder Sperber. Bei ausschließlich allen Exponaten handelt es sich um geschützte Tierarten. Viele Vögel, beziehungsweise deren Krallen, sind mit verplombten Ringen versehen. Tacke wurden diese Ausstellungsstücke nur zur Aufbewahrung übergeben. Er darf sie nur zu Schulungszwecken öffentlich präsentieren.

Zu diesen Exponaten gehört auch ein Weißsternblaukehlchen. „Diese Vögel sind in Deutschland mittlerweile fast ganz ausgestorben“, bedauert Tacke. Dabei handele es sich bei dem kleinen Vogel doch um ein besonderes schönes Exemplar und es sei traurig, dass man – wie Tacke sagt – diesen „kleinen Kerl“ nicht mehr antreffe. Auf seiner blauen Brust befindet sich ein weißes Mal, welches tatsächlich fast die Form eines Sterns habe. Auf ein ebenso einmaliges Stück seiner Sammlung weist Tacke mit besonderem Stolz hin. „Das hier“, so erklärt er, „ist ein Deutscher Seeadler“, sagt er. „Und der“, so schmunzelt Tacke, „hat es als einziger Vogel geschafft, zu einem ganz besonderen Wappentier zu werden“. Wenn man einen echten Seeadler heutzutage auch nur noch selten zu sehen bekommt, würde sich allerdings eine Reise nach Berlin lohnen. Denn dort gibt es zumindest noch einen von ihnen. Und der hängt im Deutschen Bundestag. - hb

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