Nachrodter Mahlzeit findet neue Heimat

Die Gäste der Nachrodter Mahlzeit nehmen das Angebot im katholischen Vereinshaus gerne an.

NACHRODT ▪ „Zweimal etwas weniger“, ruft Lotte Glasow durch die Durchreiche in die Küche des katholischen Vereinshauses. Marlies Stefan greift zum großen Löffel und platziert Nudeln und Bolognese-Sauce auf zwei Tellern. Die Nachrodter Mahlzeit ist eine feste Institution in der Doppelgemeinde – auch nach dem Umzug vom evangelischen Gemeindehaus ins katholische Vereinshaus.

Der Tag für das Helferteam ist lang. Nachdem sie am Vortag schon Teile des Drei-Gänge-Menüs vorgekocht haben, treffen sich die „erfahrenen Hausfrauen“ – wie Lotte Glasow betont – um 7.30 Uhr im Vereinshaus. Dann werden Tische gerückt und Tische gedeckt. Weiter geht es je nach Menü-Vorschlag mit Gemüse putzen und schneiden, Kartoffeln schälen und was sonst noch ansteht. „Wir machen alles frisch“, erklärt Lotte Glasow.

Dies bestätigen auch die Gäste. Frida Döring und Gertrud Kemmerling kommen schon „seit Jahren“ zur gemeinsamen Mahlzeit. Die Frage nach dem Warum ist schnell beantwortet: „Weil es einfach immer schmeckt und man hier einmal im Monat als Gemeinschaft zusammenkommt“, sagt Frida Döring und ihre Tischnachbarin stimmt zu. Auch Gertrud Kemmerling hat nur Lob für das Frauenteam in der Küche: „Die geben sich sehr viel Mühe.“ Die Gewöhnung an den neuen Treffpunkt nach dem Verkauf des evangelischen Gemeindehauses, beschreiben die beiden Rentnerinnen als leicht. „Hier ist es auch schön.“

Für das Helferteam – Gudrun Gruß, Ursula Schmidt, Jutta Möhlscheid, Lotte Glasow und als Vertretung Marlies Stefan – war der Umzug ebenfalls kein großes Problem. „Nur die großen Töpfe lagern jetzt bei uns zuhause“, erklärt Lotte Glasow.

Am Donnerstag gab es übrigens Kürbissuppe, Nudeln mit Bolognese-Sauce und Griespudding mit roter Grütze. Die Gäste werden bei jeder Mahlzeit überrascht. „Die Leute wollen vorher gar nicht wissen, was es gibt“, glaubt Glasow.

Nur 2,10 Euro kostet das Menü und trotzdem bleibt jährlich etwas Geld über. Das spenden die Frauen an wohltätige Zwecke, wie für die Jugendarbeit der Kirchengemeinden in Nachrodt-Wiblingwerde.

Der nächste Termin für die Nachrodter Mahlzeit steht auch schon fest. Was es am 15. November gibt, wird natürlich nicht verraten. ▪ David Schröder

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