400 Zuschauer sehen "Dschungelbuch" in Lennehalle

Nachrodt-Wiblingwerde ▪ 15 Meter tief, 35 Meter breit und rund 10 Meter hoch: Das war das Bühnenbild, in welchem das Amateurtheater „Brettken am Drögen Pütt“ am Samstagnachmittag die Premiere des Dschungelbuches feierte.

Der Erfolg war grandios. Die Laienschauspielerer um Regisseur und Darsteller Dr. Michael Podworny spielten vor rund 400 Personen. Erzählt wurde die Geschichte von Mogli, dem kleinen Jungen, der im Dschungel aufwuchs. „Gewürzt“ wurde der Vortrag mit Tanz und Gesang zu Kompositionen von Sascha Fotiadis. Alle von Fotiadis geschriebenen Lieder wurden von den jeweiligen Sängerinnen und Sängern live vorgetragen.

In diesem Zusammenhang ist die Leistung von Darstellerin und Sängerin Manuela Witt hervorzuheben. Ihre hervorragende Stimme füllte die Halle, war klar, rein und deutlich. Das zeigte Wirkung beim Publikum, es war ganz augenscheinlich begeistert. Auch während der laufenden Vorstellung gab es immer wieder Szenenapplaus. Hintergrund: Diese Darstellerin – die schon bei der Vorjahresvorstellung gesanglich glänzte – schrieb sich selbst einen Text. „Ich habe Sascha dann den Text gegeben und der hat eine Melodie darum gebastelt“, sagt Witt.

Auch die schauspielerischen Leistungen der Akteure überzeugten. Das Spiel wurde mit viel Witz, viel Musik und auch ein wenig Spannung präsentiert. Über 20 Mitwirkende so ziemlich aller Altersklassen standen auf der Bühne – von der kleinen Maus aus dem Mäuseballett bis hin zu Balu, dem mächtigen Bären, war alles dabei.

Besonderes bemerkeswert war die Leistung von Laura Lüsebrink. Sie sprang für ihren Kollegen Christian Schmidt ein, der den Part des Wolfs Akela übernommen hatte, dann aber krankheitsbedingt ausfiel. Lüsebrink hatte ganze zwei Tage Zeit, ihren Text zu lernen. Die erste Probe, an der sie teilnahm, war die Generalprobe.

So war es dann auch nur folgerichtig, dass die Darstellerinnen und Darsteller nach Schluss der Aufführung minutenlangen Beifall entgegen nehmen konnten. Die Aufführung war ein Volltreffer, traf voll den Geschmack des Publikums.

Alles in allem haben die Akteure für die Aufführung des Dschungelbuches insgesamt rund 900 Arbeitsstunden investiert, die zahlreichen Proben nicht eingerechnet. Die Aufbauarbeiten für das riesige Bühnenbild begannen bereits am Montagmorgen. An allen Tagen der vergangenen Woche wurde „gewerkelt“ und gebaut. Das war nicht einfach, denn das Bühnenbild wurde so geschaffen, dass es auf zwei Ebenen bespielbar war. Es wurden zahlreiche Gerüste angebracht, die das ermöglichten. Über 250 Quadratmeter Stoff wurde benötigt, um die Kulissen blickdicht zu machen.

Die Vorstellung wurde unterstützt durch eine ausgeklügelte Technik mit vielen Licht- und Toneffekten. Alles in allem kann man die samstägliche Vorstellung wohl nur als vollen Erfolg bezeichnen. Die Reaktion des Publikums nach Schluss der Aufführung jedenfalls ließ das deutlich erkennen.

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