150 Gäste beim Kuhstall-Konzert

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Karl-Heinz Heiermann, Dieter Danz und Ralf Lengelsen waren von der Resonanz überwältigt.

Nachrodt-Wiblingwerde -  Es war die Kulisse wie aus einem Rosamunde-Pilcher-Film. Gut, der schöne Garten lag nicht vor einem majestätischen Gutshaus, sondern vor einem Kuhstall. Aber sonst passte wohl alles. Kein Wunder, dass mehr als 150 Besucher sich auch dieses Mal das Konzert im Kuhstall nicht entgehen lassen wollten.

 Gemütlich schlendern die Besucher die Auffahrt hinauf. Schon früh kommen die ersten. Noch mehr als 40 Minuten sind es, bis das Konzert beginnt. Zeit, die die Gäste nutzen, um sich zu begrüßen und die einmalige Aussicht zu genießen. Außerdem sind die besten Plätze begehrt. Die drei Musiker sind schon sehr aufgeregt. Mit so vielen Gästen haben sie nicht gerechnet. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder andere Veranstaltungen parallel.

Am Sonntag passt einfach alles. So müssen kurz vor Beginn des Konzerts sogar noch die Wohnzimmer- stühle hinzu geholt werden, damit auch alle einen Platz finden. Die Scheune allein ist auch zu klein, etwa 110 passten dort hinein. So sitzen etliche noch draußen vor dem großen Tor. Aufgeregt laufen die Musiker durch die Besucher-Reihen. Begrüßen Freunde, Nachbarn und Bekannte. In der Küche herrscht ebenfalls schon Stau. Denn viele haben Torten gebacken und bringen sie mit. Überhaupt gibt es etliche Helfer, die die Veranstaltung stemmen.

Pünktlich um 15 Uhr geht es los. Hausherr Karl-Heinz Heiermann begrüßt das Publikum. Er wird heute die Geige spielen. Durch das Programm führt Dieter Danz. Er spielt Klavier und am Cello sitzt Ralf Lengelsen. „Wir sind Hobbymusiker. Aber wir haben gedacht, jetzt sind wir noch fit. Machen wir´s nochmal“, sagt Heiermann. Er und auch sein Mitspieler Danz sind über 80. Doch das merkt man keinem der beiden an.

 Und beim Spielen erst recht nicht. Eröffnet wird das Konzert mit einem Werk von Karl Konczak. Es folgt ein Stück von Antonin Dvorák. Schon zu Beginn gibt es kräftigen Applaus vom Publikum – die weiteste Anreise hatten übrigens Gäste aus dem Emsland. Es ist kein steifes klassisches Konzert. Wenn Dieter Danz moderiert, duzt er das Publikum. Die meisten kennt er schließlich seit Jahren persönlich. Zwischen den Stücken wird gelacht. Mitsummen ist ausdrücklich erlaubt. Beim Wiener Prater Walzer wird geklatscht und mitgepfiffen.

Aber auch drei Klavierschüler von Dieter Danz dürfen ihr Können zeigen. Selbstverständlich bekommen auch sie kräftigen Applaus. Und so vergehen die gut zwei Stunden Konzert wie im Flug. Viel zu schnell endet es nach Meinung der Gäste. Aber der Nachmittag ist noch nicht vorbei. Denn das gemeinsame Kaffeetrinken im Anschluss gehört selbstverständlich dazu. Schnell werden aus den Sitzreihen gemütliche Kaffeeecken gebastelt. Bei Torte trifft man sich zum Klönen und Sonne genießen. Noch lange sitzen Besucher, Helfer und Musiker zusammen, lassen das Konzert noch einmal Revue passieren oder Klönen und Lachen einfach nur gemeinsam.

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