Kein Präsenzunterricht wegen Corona

VHS: Online-Kurse keine Dauerlösung

IVhs-Kursleiterin Julia Backhaus begrüßt ihre Kursteilnehmer online in aufrechter Sitzhaltung mit gekreuzten Beinen.
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Turnen vor dem Bildschirm: Reine Online-Kurse sind für die VHS Lennetal auf Dauer keine Lösung.

Online zusammen kochen, stricken, turnen: Die VHS erfindet sich neu, um in der Pandemie Kurse anbieten zu können. Eine Dauerlösung ist das aber nicht, wie sich zeigt.

Die Verbandsversammlung der Volkshochschule (VHS) Lennetal hat sich getroffen, um neu zu wählen. SPD-Fraktionsvorsitzender Gerd Schröder aus Nachrodt-Wiblingwerde wurde zum neuen Vorsitzenden der VHS-Verbandsversammlung gewählt. Seine Stellvertreterin ist fortan Sigrid Illichmann, CDU-Ratsfrau aus Plettenberg.

Gerd Schröder, SPD, aus Nachrodt ist neuer  Vorsitzenden der VHS-Verbandsversammlung.

Zum Verbandsvorsteher, sprich dem Vorsitzenden des VHS-Verwaltungsrates, wurde Antonius Wiesemann, CDU-Bürgermeister aus Neuenrade, berufen. Sein Stellvertreter ist künftig Werdohls Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD). Sie trafen sich in Präsenz während alle Kurse derzeit online stattfinden. VHS-Leiter Holger Sellien erklärt, warum und wie es mit dem Angebot weitergeht.

VHS-Leiter Holger Sellien.
Herr Sellien, in Zeiten von Corona finden Ihre Kursangebote – wenn überhaupt – nur noch online statt. Wie kommt es dann, dass diese Verbandsversammlung nun als Präsenzveranstaltung durchgeführt wird?
Der Saal hier im Hotel Kaisergarten ist groß genug und gut belüftet. Um die Versammlung und insbesondere die anstehenden Wahlen digital durchführen zu können, hätten wir ein Abstimmungstool anschaffen müssen, was sehr teuer geworden wäre. Schließlich lädt traditionell zu dieser Versammlung immer das älteste Mitglied des Verwaltungsrates ein.
Nach einem Jahr Corona-Erfahrungen: Können Sie sich vorstellen, einige Kurse auch nach der Pandemie weiter online stattfinden zu lassen?
Die Stärke der Volkshochschule ist definitiv nicht online. Das heißt, nach Corona setzen wir klar wieder auf Präsenzformate. Bei Kursen, in denen wir handwerkliche Fähigkeiten vermitteln, wie etwa in Malkursen, gibt es auch gar keinen anderen Weg.
In anderen Fachbereichen kann ich mir vorstellen, dass wir – Stichwort: Blended Learning, also integriertes Lernen – eine Mischform von Präsenzunterricht und digitalen Angeboten dauerhaft installieren.
Wie könnte so etwas konkret aussehen?
Beispielsweise kann ein Vortrag, der in einem nicht-barrierefreien Raum als Präsenzveranstaltung stattfindet, auch live gestreamt werden, damit ihn Interessierte auch von zuhause aus verfolgen können. Oder ein Leiter eines Kurses, denkbar wäre etwa Yoga, lädt in die VHS-Cloud Videos hoch, in denen die einzelnen Übungen noch einmal ausführlich erklärt werden. So können Kursteilnehmer daheim ihre Kenntnisse vertiefen.
So etwas wäre auch vorstellbar bei Sprach- und Computerkursen, oder beim Unterricht zum Erwerb von Schulabschlüssen im zweiten Bildungsweg.

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