Kritik von  SPD-Ratsherr Aykut Aggül

Volkstrauertag: In Veserde gab's weder Kranz noch Feierstunde

Nachrodt-Wiblingwerde - Es gibt Diskussionen um den Volkstrauertag in Veserde. Dort wurde in diesem Jahr am Ehrenmal kein Kranz niedergelegt.  

Mit einer ausführlichen Stellungnahme machte Aykut Aggül (SPD) während der Sitzung des Rates deutlich, was er über den nicht durchgeführten Volkstrauertag in Veserde denkt. 

„Dass am 17. November das Denkmal in Veserde nicht besucht worden ist, ist sehr bitter. Aber noch trauriger ist, sich die Zeit nicht zu nehmen, um den Kriegstoten und den Opfern von Gewaltherrschaft aller Nationen mit einem Kranz und einer Schweigeminute zu gedenken“, so der SPD-Ratsherr.

Die Antwort auf die Nachfrage von Bürgern aus Veserde bei der Gemeindeverwaltung, ob der Kranz für Veserde vergessen wurde, hätte gelautet: Die Gemeinde müsse sparen. „Das ist ein sehr falscher Ansatz“, so Aykut Aggül und ergänzte: „Die 100 Euro würden den Braten im Haushalt nicht fettmachen.“

Der Sozialdemokrat machte auf die Wichtigkeit des Volkstrauertages aufmerksam: „Er ist auch ein Gedenktag und Anlass, sich mit unserer Geschichte auseinanderzusetzen.“ Erinnerung, Tod und Trauer und das Bekenntnis zur nationalen Geschichte seien wichtige Begriffe, die am Volkstrauertag in das Bewusstsein übergehen müssten. 

Bürgermeisterin Birgit Tupat zeigte sich überrascht von der Aussage, die Gemeinde habe kein Geld für einen Kranz gehabt. „Ich würde gern wissen, wer das aus meinem Haus gesagt hat. Eine Sparmaßnahme gibt es nicht. Es sollte ein Kranz bestellt werden. Dann wurde gesagt, dass sich die Vereine um einen Kranz kümmern werden.“ 

Übrigens: Die Akteure hatten sich im Vorfeld des Volkstrauertages getroffen. Da sich allerorts dieselben Leute kümmern, hatte man sich darauf geeignet, dass der Volkstrauertag abwechselnd in Veserde und Wiblingwerde begangen wird. Im nächsten Jahr also in Veserde.

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