Veserde vielleicht bald ohne eigene Feuerwehr

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Dem Sparzwang, dem die Gemeinde durch die Teilnahme am Stärkungspakt unterliegt, könnte unter Umständen auch die Feuerwehr-Löschgruppe Veserde zum Opfer fallen.

Das klang am Montag in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses an, der über einen Antrag auf Errichtung von Umkleideräumen für die Löschgruppe entscheiden sollte. Rund 7500 Euro würde das nach Darstellung von Fachbereichsleiter Jürgen Röll kosten. CDU-Ratsherr Ulrich Gülicher stellte allerdings die Frage, ob die Löschgruppe Veserde überhaupt noch absolut notwendig sei. Für Hans-Jürgen Hohage (UWG) stand fest, dass eine wertfreie Diskussion auch über die Feuerwehr in Zeiten des Sparzwangs kein Tabu sein dürfe.

Grundsätzlich konnte auch Bürgermeisterin Tupat solche Gedankenspiele nachvollziehen, zumal das Dutzend Feuerwehrmänner der Mini-Löschgruppe tagsüber kaum verfügbar sei. Ein Problem sah sie allenfalls in der Unterbringung von Personal und Fahrzeugen aus Veserde im Feuerwehrgerätehaus Wiblingwerde. Insbesondere für den Fuhrpark sei dort kaum genug Platz vorhanden.

Über die Zukunft der Löschgruppe Veserde entschied der Ausschuss am Montag aber ebenso wenig wie über den Antrag auf neue Umkleideräume. Das darf zumindest als Signal verstanden werden, dass nicht ohne Perspektive investiert werden soll. ▪ Volker Griese

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