Kreis hat keine Bedenken gegen drittes Windrad

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In Veserde soll im nächsten Jahr eine dritte Windkraftanlage errichtet werden.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ In Veserde kann aus Umweltgeschichtspunkten eine weitere Windkraftanlage gebaut werden. Das hat der Märkische Kreis mitgeteilt und gleichzeitig erklärt, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung nicht erforderlich sei.

Die Weidbusch GmbH & Co. KG beabsichtigt, in Veserde nahe der Gemeindegrenze zu Hohenlimburg eine Windenergieanlage zu errichten und zu betreiben. Das Unternehmen mit Sitz in Werl plant und realisiert bundesweit Windenergie-Projekte an Land (onshore). Dabei liegt seine Kernkompetenz nach eigener Darstellung in der Entwicklung, Projektierung, Realisierung und Finanzierung von Windenergieanlagen sowie deren Betrieb.

Für die geplante Anlage in Veserde hatte Weidbusch bei der Unteren Umweltschutzbehörde des Kreises einen Antrag auf Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb einer Windenergieanlage vom Typ Enercon E-53 gestellt. Die Anlage mit einer Nennleistung von 800 Kilowatt erreicht eine Nabenhöhe von 73,25 Metern, insgesamt ist sie 99,70 Meter hoch. In Branchenkreisen gilt die speziell auf Binnenstandorten zugeschnittene E-53 als leise und wirtschaftliche Anlage, die speziell an windschwachen Standorten gute Erträge einfahren kann. Sie kann jährlich etwa 1700 Megawattstunden Strom produzieren, das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 480 Haushalten.

Das Vorhaben bedarf nach Mitteilung des Märkischen Kreises einer Genehmigung dem Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterung und ähnliche Vorgänge nach Bundes-Immissionsschutzgesetz. Die Bewertung aufgrund der überschlägigen Prüfung der vorgelegten Antragsunterlagen, eigener Ermittlungen der Kreisverwaltung und der für die Entscheidung maßgeblichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften habe ergeben, dass durch das Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt entstehen können, so der Kreis.

Da bereits zwei Windenergieanlagen im Einwirkungsbereich des geplanten Standortes vorhanden seien, sei die neue Anlage diesen zuzuordnen, erläuterte der Kreis die Entscheidung. Das Vorhaben bedürfe somit keiner Umweltverträglichkeitsprüfung. Die Entscheidungsgründe liegen beim Märkischen Kreis als untere Umweltschutzbehörde (Heedfelder Straße 45, Lüdenscheid, Zimmer 519), aus und können dort während der Dienststunden eingesehen werden. Weitere Auskünfte erteilt Reinhard Kretschmer unter der Rufnummer 0 23 51/9 66 63 70.

Weidbusch-Geschäftsführer Markus Burghardt ging im Gespräch mit dem Altenaer Kreisblatt davon aus, dass die Hürden im Genehmigungsgefahren nun im wesentlichen genommen sind. Er rechnet für das Frühjahr 2013 mit der endgültigen Baugenehmigung und plant den Baubeginn deshalb für den Sommer. ▪ vg/pmk

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