Vertreter des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes diskutieren

Für Lkw gesperrter Bahnübergang Helbecke: Schnelle Lösung soll her

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Ortstermin am Bahnübergang Helbecker Weg: Vertreter des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes und der Gemeindeverwaltung haben sich mit Betroffenen besprochen. Man war sich einig, dass die Situation nicht bleiben kann, wie sie ist.

Nachrodt-Wiblingwerde - Irgendwie soll eine Lösung gefunden werden für Einschränkungen, die eine Gewichtsbeschränkung am Bahnübergang Helbecke vielen Anliegern aufzwingt. Landwirte beschreiben sie als existenzgefährdend. Und diese Lösung soll möglich schnell herbeigeführt werden.

Darauf einigte sich Runde aus Vertretern des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes (WLV), der Gemeindeverwaltung von Betroffenen, die sich am Donnerstag vor Ort umgesehen hat. Nikola Galla, Geschäftsführerin des WLV und Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz wollen sich abstimmen und ein weiteres Scheiben an die Bahn AG aufsetzen.

Dabei soll auch von möglichen Schadensersatzforderungen die Rede sein. Nach konkreten Lösungen hat die Gemeindeverwaltung längst gesucht. Beim Märkischen Kreis liegt ein Antrag vor, den Bahnübergang mit dem Hinweis „Anlieger frei“, gegebenenfalls mit dem Zusatz „Land- und Forstwirtschaftlicher Verkehr frei“ auszuschildern. Vor vier Wochen ging ein entsprechendes Schreiben heraus.

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Aber: „Der Kreis rührt sich nicht“, stellte die Bürgermeisterin Birgit Tupat fest. Mit einer solchen Beschilderung sei der größte Teil der Probleme aus der Welt geschafft. Andere Ansätze drehen sich um die Verlegung des Buswartehäuschens an der B236 ein Stück in Richtung Einsal. Dann könne es gelingen, den Kreuzungsbereich aufzuweiten. Die MVG hat diese Lösung bereits begrüßt. Es werde derzeit geprüft, wie sich diese Änderung dann auf die Steigung vor dem Bahnübergang auswirkt.

Möglicherweise werde das schwere Fahrzeuge vor Probleme stellen, so der WLV-Vorsitzende Günter Buttighoffer.

Unmittelbar am Bahnübergang befindet sich zudem eine Strom-Schaltstation der Stadtwerke Iserlohn. Wenn sie beseitigt würde, gewinne man entscheidenden Platz. Nach wie vor gibt es aber das Argument, dass eine solche Baumaßnahme mit rund 500 000 Euro sehr teuer ausfiele. Sie habe die Bahn gebeten, diese Summe einmal durch die Stadtwerke Iserlohn prüfen zu lassen, berichtete die Bürgermeisterin.

In der Praxis werde man es bei einem solchen Schritt wohl mit einer Drittelung der Kosten zwischen dem Land, der Bahn und der Gemeinde zu tun bekommen. Zumindest sei das ein üblicher Weg. Nachteil: Bis es soweit wäre, würde viel Zeit vergehen – von drei Jahren und mehr war vor Ort die Rede. In dem Schreiben, dass Nikola Galla und Sebastian Putz jetzt aufsetzen, soll als Sofortmaßnahme eine tagesweise Freigabe für den Schwerverkehr gefordert werden.

Das gehe zwar unter den gegebenen Umständen derzeit nur, wenn ein Streckenposten anwesend ist, sei aber besser als nichts. Zudem soll der Bahn auch klargemacht werden, dass für die Erntezeit eine Freigabe für nur einen Tag in der Woche keinesfalls ausreichend ist. Die Kosten für den Streckenposten soll dann natürlich die Bahn übernehmen.

„Wir fühlen uns“, so hatte es Anlieger Volker Kückelhaus formuliert, „von den Verwaltungen im Stich gelassen.“ Man müsse letztlich auch im Blick haben, dass gerade an diesem Bahnübergang seit dem Jahr 1960 nichts passiert sei.

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