Vertreter der Agentur für Arbeit besuchen Praedata Nachrodt / Woche der Ausbildung

„Auf Noten allein schauen wir nicht mehr“

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Tauschten sich aus: Praedata-Geschäftsführer Maximilian Hell, Michael Schlieck (stv. Bürgermeister), Martin Döhler und Jörg Schuhmacher (v.l.) Agentur für Arbeit.  

Nachrodt-Wiblingwerde – „Auf Noten allein schauen wir bei Bewerbern um eine Ausbildungsstelle nicht mehr!“ Das sagt Maximilian Hell, Geschäftsführer der Firma Praedata, IT-Systempartner aus der Altenaer Straße 41 in Nachrodt.

Das noch recht junge Unternehmen (Gründungsjahr 1977) beschäftigt heute mehr als 40 Mitarbeiter, davon zwei Auszubildende und ist stetig auf der Suche nach qualifizierten und motiviertem weiterem „Nachwuchs“. Den zu finden ist aber gar nicht einfach. Und das war gestern auch beherrschendes Thema zwischen Jörg Schuhmacher (Leiter Berufs- und Studienberatung) und Martin Döhler (Ausbildungsberater) der Agentur für Arbeit. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Bürgermeister Michael Schlieck besuchten sie die Firma im Rahmen der zurzeit laufenden Woche der Ausbildung, um einmal mit Praktikern die Situation in Nachrodt zu besprechen. Hell stellte kurz das Unternehmen vor und auch die Ausbildungsgänge in klassischer Lehre oder als duale beziehungsweise sogar geförderte Vollzeit-Studienausbildung. Praedata bildet sowohl Kaufleute für Büromanagement (früher Bürokaufleute) als auch Informationselektroniker der Fachrichtung Bürotechnik und IT-Systemelektroniker aus. Qualifizierte Bewerber zu finden, gestalte sich dabei durchaus als schwierig. Man sei deshalb dazu übergegangen, die Bewerbung selbst möglichst niederschwellig zu halten. So sieht man beispielsweise von handgeschriebenen Lebensläufen schon lange ab, hat PC-Formulare entwickelt, die eine Kontaktaufnahme und erste Beurteilung über das Netz sehr erleichtern. Auch weit über die Region hinaus wirbt Praedata um Nachwuchs - mit eher geringem Erfolg. Politiker Michael Schlieck: „Leider ist der Öffentliche Personennahverkehr in unserer Region nicht so gut aufgestellt, um möglichst alle bedienen zu können.“ Damit meinte er beispielsweise Bewerber aus der Nachbarstadt Menden (räumliche Entfernung etwa 28 Kilometer.) Schuhmacher sagte alle Hilfe der Agentur für Arbeit zu und bedankte sich für die Einladung nach Nachrodt. Auch Praedata habe erkannt, dass es Sinne machen könne, notenschwächere Azubis einzustellen und neue Wege bei der Fachkräftesicherung zu beschreiten. Hell sagte, Praedata setze dabei auf Job-Anzeigen auf der Firmen-Homepage, Social Media, persönliche Kontakte, Mitarbeiter werben Mitarbeiter oder Praktika beziehungsweise Headhunter.

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