Versöhnung geht gründlich schief

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Zehn Amateurschauspieler wollen im Sommer wieder ein unterhaltsames Theaterstück auf die Bühne der Rastatt bringen. Die Proben dafür haben bereits begonnen. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Mit dem 31. November verhält es sich wie mit dem 30. Februar: Gängigen Kalendern zufolge gibt es diese beiden Tage gar nicht. Was den 31. 31. November betrifft, wird sich das aber in diesem Jahr ändern. Dafür sorgt schon das Nachrodter Amateurtheater „Brettken am Drögen Pütt“.

Die neue Produktion des Ensembles heißt nämlich „Der 31. November“. Es stammt aus der Feder von Thomas Gehring und ist so angelegt, dass das Ensemble, so Regisseur Dr. Michael Podworny, „die Lacher auf seiner Seite haben wird“.

Die Handlung des Stückes ist ebenso außergewöhnlich wie wahnwitzig. Tochter Annemarie (Manuela Witt) will sich nach fünf Jahren mit ihrem Vater Adalbert (Christian Schmidt) versöhnen. Damit auch nichts dazwischen kommt, plant sie alle Eventualitäten ein und verfasst ein Drehbuch. Fünf Minuten, bevor das Schicksal seinen Lauf nimmt, erfahren die beiden anderen Hauptdarsteller, Adalberts Ehefrau Gunda (Heidi Bellmann) und Annemaries Ehemann Peter (Georg Alexander Fotiadis), von ihrem Einsatz und müssen nun in der Kürze der Zeit ihren Text lernen. Dass die Sache schief geht, liegt auf der Hand. Doch Tochter Annemarie sagt sich: „Was einmal läuft, läuft auch noch einmal“ und beschließt, die „Aufführung“ am nächsten Tag noch einmal zu wiederholen. Und das wäre dann der 31. November.

Vater Adalbert wundert sich und zweifelt sogar an seinem Verstand, da er alle Situationen des Vortages noch einmal durchlebt. Auch Tochter Annemarie gerät ins Schwitzen, denn da tauchen einige „Eventualitäten“ auf, die gar nicht auf ihrer Rechnung standen. So steht auf einmal der Versicherungsvertreter Leisentritt (Michael Krüger) vor der Tür und wittert gute Geschäfte. Auch die Schwester Adalberts, Tante Erna (Ilse Alexius), befindet sich unter den illustren Gästen. Ganz übel wird es, als zwei Möbelpacker (Aykut Aggül und Andreas Schlennstedt), die sich nicht zum ersten Mal in der Tür geirrt haben, erscheinen und die Wohnung leer räumen wollen. Echte Verwirrung stiften dann noch die Schwestern vom Bund der ewigen Freude (Marina Moldenhauer und Frauke Römer). Die von ihnen an den Tag gelegte Herzensgüte erinnert so gar nicht an eine Ordensschwester.

Premiere hat das Stück am Mittwoch, 29. Juni, in der Rastatt. Weitere Aufführungstermine sind der 2., 3., 6., 9. und 10. Juli. Alle Aufführungen beginnen um 20 Uhr, Einlass ist bereits ab 19 Uhr. ▪ hb

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