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Verschenk-Aktion für Flüchtlinge läuft anders als erwartet

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Edith Hammerschmidt, Petra Löber und Sabine Karisch freuen sich, dass der Flohmarkt doch noch ein Erfolg wurde.
Edith Hammerschmidt, Petra Löber und Sabine Karisch freuen sich, dass der Flohmarkt doch noch ein Erfolg wurde. © Fischer-Bolz, Susanne

Es sah erst ein wenig nach einem Reinfall aus: Es regnete und regnete, die Besucher blieben aus, das Porzellan wurde nass – die Puppen „hockten“ unter Schirmen, Tischdecken und Gardinen wurden in Kartons gerettet.

Nachrodt-Wiblingwerde – Doch dann plötzlich wurde der Flohmarkt für Flüchtlinge und Bedürftige, den der Förderverein Gartenhallenbad spontan ins Leben gerufen hatte, unerwartet doch noch etwas Besonderes. Es waren nur zwei ukrainische Flüchtlinge vor Ort. „Sie kamen aus Altena und waren ganz verhalten. Er hat sich einen Bierkrug ausgesucht, sie eine Schale. Ganz bescheiden“, erzählt Sabine Karisch. Aber dann war Schulschluss an der Sekundarschule. Und die Kinder entdeckten den Flohmarkt gegenüber der Bushaltestelle.

Blaues Service für die Mama

„Auf einmal waren 50/60 Kinder da“, sagt Sabine Karisch. Ein Junge war von einem blauen Service komplett begeistert. „So etwas liebt meine Mama“, meinte der Junge. Auch die Kuscheltiere haben alle ein neues Zuhause gefunden. „Das war witzig“, sagt Sabine Karisch. Die Mädchen interessierten sich für die Kinderschirme und Schminkspiegel. Nur die Puppen waren nicht gefragt. „Die Mädchen waren für das Praktische und die Jungs haben alle an ihre Mütter gedacht“, sagt Sabine Karisch, die mit ihrem Team – Edith Hammerschmidt, Petra Löber, Petra Fischer und Jürgen Löchel – alle Sachen verschenkte. Mindestens 45 Prozent des Flohmarkt-Angebotes ging weg.

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