Gordan Dudas spricht von tiefen Gräben

SPD: Vermittlung ist gescheitert

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Gordan Dudas (Mitte), hier neben Susanne Jakoby (rechts), versuchte im SPD-Streit vergeblich zu vermitteln.

Nachrodt-Wiblingwerde - Der Vermittlungsversuch ist gescheitert: „Ich bin über das Ergebnis des Gesprächs mit den Mitgliedern der SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde sehr enttäuscht. Nach intensiver Diskussion und dem ernsthaften Versuch, Brücken zu bauen, ist es nicht gelungen, die tiefen Gräben innerhalb der Fraktion zu überwinden und einen Weg für eine gedeihliche Zusammenarbeit in der Zukunft zu finden.

Ich finde das persönlich ausgesprochen bedauerlich, stehe aber selbstverständlich auch weiter für Gespräche zur Verfügung, um einen Ausweg aus der verfahrenen Situation mit offensichtlich tiefen persönlichen Verletzungen zu finden,“ so Gordan Dudas, Vorsitzender der SPD im Märkischen Kreis.

Die SPD-Ratsmitglieder selbst – Susanne Jakoby, Gerd Schröder, Matthias Lohmann, Birgit Hirt, Christian Pohlmann, Aykut Aggül, Rita Joergens und Kadir Kelpetin – gehen auf Tauchstation. Wahrscheinlich nicht gemeinsam. Stellungnahmen gibt es nicht, auch nicht von der Fraktionsvorsitzenden Susanne Jakoby oder ihrem Stellvertreter Gerd Schröder.

Augenscheinlich ist die Schockstarre groß, da nach AK-Informationen die Ratsmitglieder Rita Joergens und Christian Pohlmann während der Sitzung am Mittwochabend den Rückzug bekannt gegeben haben – und nicht mehr in der SPD-Fraktion mitarbeiten wollen. Damit gibt es innerhalb weniger Wochen bereits drei Sozialdemokraten, die den Hut genommen haben – Christiane Lange wechselte zur UWG und brachte damit das Fass des Unmutes, den es augenscheinlich schon lange gibt, zum Überlaufen.

Aufgrund der Spaltung der SPD stellt sich jetzt die Frage, wie es weitergehen kann. Und mit welchem Fraktionsvorstand? Es ist nicht möglich, zwei SPD-Fraktionen im Rat zu bilden. Es gibt einige wenige Möglichkeiten: Die verbliebenen SPD’ler bilden eine SPD-Fraktion, die anderen eine offene Fraktion. Allein oder gemeinsam? Oder die UWG profitiert vom Zulauf und könnte eine große Fraktion im Gemeinderat bilden. Dass SPD-Ratsmitglieder ihr Mandat abgeben werden, ist eher unwahrscheinlich, da alle direkt gewählt wurden und sich somit auch dem Wähler verpflichtet fühlen. Durch das personelle Chaos wird sich auch die Ausschussbesetzung ändern müssen. Die nächsten Wochen dürften spannend werden.

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