Verjüngungskur für eine 150-Jährige

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Patrick Alscher und seine Kollegen von der Firma Verfuß sanieren derzeit die 150 Jahre alte Stützmauer an der Hagener Straße. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ „Wenn wir fertig sind, hält die Mauer wieder 50 bis 60 Jahre“, meint Guido Wagner, Abteilungsleiter bei der Firma Verfuß in Hemer. Sein Unternehmen hat den Auftrag erhalten, die Stützmauer an der Hagener Straße gegenüber dem Nachrodter Hof zu sanieren.

Wagner, der auch Restaurator für Mauerbauwerke ist, schätzt das Alter der Anlage auf etwa 150 Jahre. Und eben die haben der Mauer mittlerweile kräftig zugesetzt. Es gibt Hinterspülungen und Frostschäden; die Steine sitzen nicht mehr, wie sie sollen.

Bei der Sanierung soll im Wesentlichen ein Verfahren zum Einsatz kommen, bei dem entstandene Hohlräume aufgefüllt und die Fugen anschließend maschinell wieder verschlossen werden. Das gebe der Mauer ihre Festigkeit zurück, erklärt Wagner. Rund fünf Wochen werde man dafür benötigen. Die Arbeiten haben am Montag begonnen.

Zum Abschluss bekommt die „Schwerlastwand“, wie der Fachmann sie nennt, dann noch eine Reinigung spendiert – und die ist ebenso wie die Sanierungsmethode eher ungewöhnlich. Grundsätzlich sei die Reinigung mit einer Sandstrahltechnik vergleichbar, jedoch wird dabei ein Granulat aus Nussschalen verwendet. Das werde den Steinen viel von ihrem „alten“ Eindruck lassen, aber den Schmutz der Jahrzehnte trotzdem entfernen.

Die Stützmauer ist rund 90 Meter lang und an der stärksten Stelle 4,50 Meter hoch. Der größte Teil der Anlage gehört der Firma Alcoa, einige Meter aber auch der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde. Während der Bauarbeiten kann der mauerseitige Bürgersteig nicht genutzt werden. ▪ tk

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