Premiere am 27. Januar

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Gisela Gundermann und Norbert Grebe freuen sich auf die Premiere der Veranstaltung "Miteinander essen, füreinander da sein".

Nachrodt-Wiblingwerde - Es gibt Putengyros. So viel steht schon einmal fest. Und einen vegetarischen Gemüseeintopf. Köstlich soll es auf jeden Fall werden bei der Veranstaltung „Miteinander essen, füreinander da sein“. Am 27. Januar geht die besondere Aktion für alle Nachrodt-Wiblingwerder in die erste Runde.

Gastgeber sind Gisela Gundermann und Norbert Grebe. Jedermann ist in der Lennehalle willkommen. Das Projekt „Miteinander essen, füreinander da sein“ möchte alle Bürger und Bürgerinnen ansprechen, sie miteinander ins Gespräch bringen und einen Bogen schlagen zwischen arm und reich, jung und alt, Christ und Moslem. Gekocht wird für 90 Personen, die zwischen 11.30 und 14.30 Uhr zu „Speis und Trank“ geladen sind.

 Projektträger ist der Kulturschock. Und Leader, das Förderprogramm, das den ländlichen Raum stärkt, unterstützt die ungewöhnliche Veranstaltung, die vier Mal im Jahr über die Bühne gehen soll, mit 2945 Euro. Die Bürokratiehürde wurde relativ schnell genommen. Von der Idee bis zum endgültigen Okay ist gerade mal ein Dreivierteljahr ins Land gezogen. Und so stehen alle Termine für 2018 auch schon fest. Nach der Premiere am 27. Januar folgen die Veranstaltungen am 14. April. 7. Juli und 10. November.

„Miteinander essen, füreinander da sein“ ist nicht nur ein gemeinsames Essen in fröhlicher Runde. Norbert Grebe und Gisela Gundermann, die die Idee hatten, die Organisation und die Ausführung übernehmen, gehen vielmehr in die Tiefe der Hilfsbereitschaft. Denn die Gäste, die in der Lennehalle bewirtet werden, sollen, können und dürfen auf tatsächliche Hilfestellung hoffen. Benötigt jemand Unterstützung beim Einkaufen? Bietet ein anderer Rasenmähen als Nachbarschaftshilfe an? Sucht jemand eine Kinderbetreuung, um auch mal abends auszugehen? Und vielleicht bietet ein anderer einen Babysitterjob? Es gibt unzählige Anliegen, bei dem sich einer vielleicht die Haare rauft, dies aber für einen anderen ein „Klacks“ ist. Ein lebendiges Miteinander – denn das Gute kann so nah sein. Auf einer großen Pinnwand haben die Gäste die Möglichkeit, Wünsche und „Gebote“ zu verewigen. Im allerbesten Fall kommen Angebot und Nachfrage schnell beieinander.

 Vielleicht benötigt es aber auch ein wenig Koordination, die dann Norbert Grebe gern übernimmt. Und schön wäre es für alle Beteiligten, wenn sich ein Selbstläufer entwickeln würde, wenn gegenseitige Unterstützung weit über ein „erstes Mal“ hinaus geht. Doch zurück zur Lennehalle. Der Vorraum ist zwar noch nicht renoviert, aber Gisela Gundermann und Norbert Grebe wollen den Ort des Geschehens noch so aufhübschen, dass sich alle Gäste am schön gedeckten Tisch wohlfühlen. Und da niemand so viel Geschirr im Schrank hat, wurde ein Geschirrverleih aus Lüdenscheid engagiert, der das Rundherum-Sorglos-Paket zum Holensiepen bringt – und natürlich wieder abholt.

250 Plakate sind gedruckt, Flyer sind verteilt: Und damit sich die Veranstaltung am 27. Januar auch wirklich allerorts herumspricht, haben die Organisatoren auch alle Kirchengemeinden der Doppelgemeinde angesprochen.

Füreinander da sein: Das ist ein großes Anliegen in einer Zeit, in der Einsamkeit bei Alleinstehenden ein großes Thema ist, in der Flüchtlinge noch mehr integriert werden könnten, in der sozial Schwächere von der Gesellschaft oft abgehängt werden. Die Aktion „Miteinander essen, füreinander da sein“ setzt ein Zeichen dagegen – und will zukunftsträchtig sein. Denn für das nächste Jahr möchten Norbert Grebe und Gisela Gundermann die Aktion mit Hilfe von Sponsoren weiterführen. „So etwas in der Art gibt es noch nicht“, sagt Norbert Grebe und hat ein richtig gutes Gefühl für das Mehr an Miteinander in Nachrodt-Wiblingwerde. Eröffnet wird die Veranstaltung am 27. Januar von Bürgermeisterin Birgit Tupat.

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