So viele kostbare Begegnungen

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„Grüße to go“: Tabea Esch freute sich über die vielen lieben Grüße „an der Leine“.

Nachrodt-Wiblingwerde – Es flossen Tränen. Sowohl bei Dr. Tabea Esch als auch bei den Gemeindemitgliedern. Nun ist sie auch offiziell fort, die beliebte Pfarrerin aus dem Höhendorf.  Mit einem Festgottesdienst auf dem Wiblingwerder Friedhof wurde sie verabschiedet und zugleich ihr Nachfolger Dr. Sadrack Djiokou begrüßt. 

Der Blick in die Reihen zeigte eindrucksvoll, wie beliebt die sympathische Pfarrerin bei den Wiblingwerdern war und was sie in den vergangenen Jahren aufgebaut hat: Sie hat vor allem viele junge Leute für die Kirche begeistert. Mit ihrer Offenheit hat sie Familien angesprochen und für die Gemeindearbeit gewonnen. Zur Verabschiedung waren daher alle gekommen: Große und Kleine, Alte und Junge, Wiblingwerder, Nachrodter, Altenaer und Hohenlimburger. Keine Frage, Tabea Esch hinterlässt große Fußspuren in der Gemeinde. 

Auch ihr fällt der Abschied schwer. „Als ich am 15. März meinen letzten Gottesdienst in Wiblingwerde gehalten habe, habe ich im Auto erst einmal bitterlich geweint“, erzählte sie. Tabea Esch hat das Höhendorf und vor allem die Menschen lieb gewonnen. „Mit jedem hier verbinde ich eine Geschichte. Hier gab es so viele kostbare Begegnungen“, sagte Tabea Esch in ihrer Predigt. Aber sie habe auch lernen müssen, dass im Dorf einiges anders laufe.

 „Wer hier neu hinkommt, sollte erst einmal beobachten, zuhören und offen sein“, erklärte die Pfarrerin. Denn in Wiblingwerde sei das Gemeindeleben wunderbar anders. Begeistert sei sie vor allem von der Gemeinschaft. Gerade bei Beerdigungen haben sie diese oft wahrgenommen. „Man nimmt Anteil an der Trauer, wird durch Nachbarschaftshilfe getragen. So oft war die Kirche bei Beerdigungen voll. Das ist ein Miteinander, das mich tief beeindruckt hat“, erzählte Tabea Esch. 

Viele Gäste erlebten einen berührenden Vormittag.

Superintendentin Martina Espelöer erkannte die Schwere des Abschieds: „Ich habe Ihre Tränen gesehen. Und ich sage Ihnen, alle Überlegungen, die dazu geführt haben, waren für alle Beteiligten schwer.“ Mit dem Weggang von Tabea Esch endete, wie bereits berichtet, auch die pfarramtliche Verbindung mit Hohenlimburg. Wiblingwerde wendet sich nun wieder Altena zu. Gemeinsam mit Nachrodt wollen sich die drei Gemeinden stark für die Zukunft aufstellen. 

Derzeit läuft die Suche nach einem gemeinsamen Regionalpfarrer. Bis der gefunden ist, wird Dr. Sadrack Djiokou auch Wiblingwerde seelsorgerisch betreuen. Rainer Nowak, Vorsitzender des Wiblingwerder Presbyteriums, brachte ebenfalls seine Trauer zum Ausdruck: „Es war eine schöne und durch Harmonie geprägte Zeit. Deine fröhliche, offene und hilfsbereite Art waren einzigartig und deine Gottesdienste immer etwas Besonderes.“ Tabea Esch habe zudem viel bei der Entscheidung, als Gemeinde neue Wege zu gehen, geholfen. „Du hast uns mit all dem hier oben nicht im Regen stehen lassen“, sagte Nowak. Im Rahmen des Festgottesdienstes wurden zudem Gerwin Hülle und Erika Renfordt-Atar aus dem Presbyterium verabschiedet. Ihre Nachfolgerinnen sind Heidrun Mesenhöller und Aline Klingelhöfer.

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