Mehrere Leitungen durchgeschnitten

Vandalen beschädigen Harvester - mit gravierenden Folgen für alle Autofahrer

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Am beschädigten Harvester finden Sebastian Plata und Christof Schäfer immer mehr Schnitte.

Das war kein Dummer-Jungen-Streich: Da sind sich Waldarbeiter Sebastian Plata und Förster Christof Schäfer einig. Unbekannte hatten in der Nacht zum Dienstag einen Harvester in der Brachtenbeck massiv beschädigt. Der Schaden beträgt mehrere zehntausend Euro.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Ich bin morgens gekommen, habe den Harvester angemacht und dann spritzte das Öl aus den Leitungen“, erzählt Sebastian Plata. Erst da bemerkte der Schalksmühler Forstunternehmer das gewaltige Ausmaß des Schadens. Unbekannte hatten in der Nacht die dicken Hydraulikschläuche und eine Sensorenverbindung am Kopf des Harvesters zerschnitten. „Es sieht so aus, als hätte da jemand mit einer Akkuflex gearbeitet. Mit einem normalen Seitenschneider käme man da gar nicht durch“, erklärt Christof Schäfer.

Vermutlich bis zu 10 000 Euro Schaden

Die Leitungen hätten eine sehr widerstandsfähige Kunstoffummantelung. Bei den Waldarbeiten werden die Leitungen stark beansprucht – entsprechend hoch sind die Sicherheitsstandards. „Hier oben sieht man noch, dass sie nicht durchgekommen sind. Vielleicht war da endlich der Akku leer“, sagt Sebastian Plata und zeigt auf Kunststoff-Ummantelungen mit deutlichen Schnittspuren. Den gesamten Dienstag und den halben Mittwoch verbrachte der Schalksmühler mit Reparaturen. „Hier vorne am Kopf die Schläuche sind schon wieder fertig. Die waren wirklich alle durchtrennt“, erzählt der Harvester-Fahrer. Allein der materielle Schaden belaufe sich vermutlich auf bis zu 10 000 Euro. Hinzu komme der Arbeitsausfall. Ebenfalls mehrere tausend Euro.

„Wir waren so gut in der Zeit. Vermutlich hätten wir die Strecke am Donnerstag schon öffnen können – ob das jetzt noch klappt, kann ich nicht genau sagen“, sagt Christof Schäfer. Derzeit werde in der Brachtenbeck, die für die Waldarbeiten aktuell gesperrt ist, manuell gearbeitet. Das koste jedoch deutlich mehr Zeit. „Ich hoffe, dass wir fertig werden. Wenn nicht, werden wir die Strecke über Ostern frei geben und ab Dienstag wieder sperren“, erklärt der Förster.

Polizei hofft auf Zeugen

„Ich denke, es ist ein Fall von bewusster Sabotage. Vielleicht durch einen Mitbewerber“, mutmaßt Christof Schäfer. Die Polizei hat die Anzeige aufgenommen und hofft auf Zeugen, die vielleicht etwas Ungewöhnliches beobachtet haben. Diese sollen sich bei der Wache in Altena unter Telefon 0 23 52/9 19 90 melden.

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