Die heißesten Debatten des Jahres

Gebäude-Dilemma: 13 Millionen Euro Sanierungskosten

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Hagener Straße 96: 208000 Euro soll eine Sanierung kosten

Nachrodt-Wiblingwerde - Liegt Nachrodt-Wiblingwerde in Schutt und Asche? Man könnte es vermuten, wenn man die Kosten für die Sanierung der gemeindeeigenen Gebäude hört: Es geht um 13 Millionen Euro.

Das werden die heißesten Debatten des Jahres. Keine Frage. 13 Millionen Euro! Das ist die Kostenschätzung zur Sanierung aller gemeindeeigener Gebäude in Nachrodt-Wiblingwerde. Bauamtsleiter Dirk Röding hat den Mitgliedern des Rates eine Tabelle mit „Zahlen, Daten, Fakten“ zur Beratung an die Hand gegeben, die auf der Grundlage der Gebäudeuntersuchungen und den entsprechenden Gutachten basiert. Die Kosten für die Jahre 2019 bis 2022 wurden in den Haushaltsplan eingestellt.

Jetzt geht es darum, die Spreu vom Weizen zu trennen, eine Prioritätenliste zu erstellen, Wichtiges und Unwichtiges zu unterscheiden. Das Motto könnte angelehnt sein an den Spruch „Ist das Kunst oder kann das weg?“

14 Gebäude sind aufgelistet - darunter natürlich das Amtshaus, das Haus Hagener Straße 97, die Alte Schule Veserde, aber auch die Rastatt, die Feuerwehr, alle Schulen, das Haus an der Hagener Straße 7 und die Turnhallen, die Lennehalle und das Gartenhallenbad. Danach schlagen für die Sanierung des Amtshauses insgesamt drei Millionen zu Buche, wobei 2019, -20 und -21 jeweils eine Millionen Euro Investitionen und jeweils 10000 Euro im Aufwand beschrieben sind. Für Dachreparaturen und Grundleitungen an der Grundschule Nachrodt werden 237500 Euro benötigt.

Für die Sanierung des Amtshauses und den Bau eines Anbaus werden insgesamt drei Millionen Euro benötigt.

Apropos Dachsanierung: Dies ist augenscheinlich fast allerorts notwendig, wie die Untersuchungen ergeben haben: in der Turnhalle Wiblingwerde ebenso wie in der Lennehalle, Hagener Straße 7 als auch bei der Feuerwehr. Für die Rastatt wurden Kosten in Höhe von insgesamt 2,5 Millionen Euro ausgerechnet, wobei eine Million Euro 2019 im Haushalt stehen.

Am Donnerstagabend trafen sich die Kommunalpolitiker zum Workshop in der Sekundarschule. Die Gemeindeprüfungsanstalt, die die Kommunen im Rahmen des Stärkungspaktes berät, gab den Mitgliedern des Rates sogenannte Kennzahlen an die Hand, wie man Gebäude bewertet. Es ging nicht um die einzelnen Maßnahmen, nicht um die Gebäude selbst, sondern um eine Matrix als Entscheidungshilfe, was kurz-, mittel- und langfristig gemacht werden könnte und sollte. Es geht um Wirtschaftlichkeit und Nutzen. Die Diskussionen können beginnen.

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