1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Nachrodt-Wiblingwerde

Unterricht in Containern: Umzug der Grundschule verzögert sich

Erstellt:

Von: Susanne Fischer-Bolz

Kommentare

Die Schule in Wiblingwerde wird modernisiert und erweitert. 
Die Schule in Wiblingwerde wird modernisiert und erweitert.  © Fischer-Bolz

Die Container sind da. Trotzdem können die Grundschüler nicht wie geplant nach den Herbstferien in ihnen unterrichtet werden. Denn für den Start der Sanierung der Grundschule Wiblingwerde fehlt es an anderer entscheidender Stelle.

Nachrodt-Wiblingwerde – 32 Container, die als Klassenzimmer und Lehrerzimmer dienen, plus Sanitärcontainer und Flurelemente: Passt das alles auf das Grundstück der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde? „Wenn ich mich nicht verrechnet habe, passt es“, sagt Bauamtsleiter Dirk Röding schmunzelnd. Allerdings hängt der Zeitplan für den Umzug der Kinder hinterher.

Dass die Grundschule in Wiblingwerde saniert wird, steht fest. Sie wird für insgesamt 2,5 Millionen Euro modernisiert und erweitert. Dafür sollten die Kinder ursprünglich nach den Herbstferien umziehen und für etwa 15 Monate in besagten Containern direkt gegenüber der Schule unterrichtet werden. Das wird nun aber erst zum Schuljahreswechsel passieren.

Bieterkreis erweitert: Tiefbauer schwer zu finden

Schuld ist nur der von Aufträgen augenscheinlich überfrachtete Markt. „Die Baugenehmigung für die Container ist da. Aber was nützen mir alle Genehmigungen, wenn wir keinen Tiefbauer finden?“, erklärt Bauamtsleiter Dirk Röding. Bei der ersten Ausschreibung gab es keine Rückmeldung. Der Bieterkreis wurde jetzt noch einmal erweitert. Gesucht wird ein Unternehmen, dass die Tiefbauarbeiten sowohl für die Container als auch für den Anbau an der Grundschule übernimmt.

Auf dem Grundstück der evangelischen Kirche sollen Container für die Grundschule Wiblingwerde aufgestellt werden.
Auf dem Grundstück der evangelischen Kirche sollen Container für die Grundschule Wiblingwerde aufgestellt werden. © Susanne Fischer-Bolz

Die Container stehen an einer Schule in Bochum, wo sie ebenfalls als Klassenräume genutzt wurden. Die Gemeinde hat sie für 348 000 Euro gekauft. „Mieten oder kaufen; Das war eine Milchmädchenrechnung. Aber Bauzeiten sind nicht mehr gut zu kalkulieren. Die Handwerker haben viel zu tun, die Materiallieferung kann problematisch sein. Deshalb haben wir uns für einen Kauf entschieden. Und Container kann man auch wieder gut verkaufen“, so der Bauamtsleiter. Sein Plan ist es, dass die Container nun in den Weihnachtsferien aufgestellt werden, um dann mit der Schulleitung abzustimmen, wann ein Umzug möglich ist.

Auch interessant

Kommentare