SPD unterliegt bei Wahl der BM-Stellvertreter

Bürgermeisterin Birgit Tupat führte ihre beiden ehrenamtlichen Stellvertreter Michael Schlieck (l.) und Gerd Schröder (r.) in ihre Ämter ein.  Foto: Griese

Nachrodt-Wiblingwerde - Vor drei Wochen war die SPD noch bester Laune: Sie hatte die Kommunalwahl gewonnen und die CDU als stärkste Fraktion im Gemeinderat abgelöst. Am Montagabend erhielt die Euphorie der Sozialdemokraten einen herben Dämpfer.

Bei der Wahl der ehrenamtlichen Stellvertreter von Bürgermeisterin Birgit Tupat erhielt ihr Kandidat Gerd Schröder keine Mehrheit, stattdessen gewann CDU-Mann Michael Schlieck die Abstimmung.

Vor der konstituierenden Sitzung des neuen Rates hatten sich die Fraktionen nicht auf einen gemeinsamen Vorschlag einigen können, deshalb musste der Rat am Montag geheim über die Vorschläge von SPD und CDU abstimmen. Die UWG-Fraktion hatte keinen eigenen Kandidaten in Stellung gebracht. Deswegen kam es vor allem auf deren fünf Stimmen an.

Die Auszählung der Stimmen ergab dann ein überraschend deutliches Ergebnis, denn Gerd Schröder erhielt nur neun Stimmen, genau so viele, wie seine SPD-Fraktion im Rat hat. Für den CDU-Bewerber Michael Schlieck stimmten 14 Ratsmitglieder, vermutlich die gesamte CDU-Fraktion, sämtliche UWG-Ratsmitglieder und auch Bürgermeisterin Birgit Tupat. Damit ist Schlieck wie schon in der abgelaufenen Wahlperiode 1. stellvertretender Bürgermeister, Schröder ist 2. Stellvertreter.

Die Mitglieder des neuen Gemeinderats

Der Gemeinderat 2014-2020

Schlieck bemühte sich gleich im Anschluss an seine Vereidigung durch Bürgermeisterin Birgit Tupat um Ausgleich. Es sei nicht normal, dass der 1. stellvertretende Bürgermeister nicht aus der größten Fraktion komme, stellte er fest. Er werde den Rat und die Gemeinde jedoch neutral vertreten und das Amt nicht dazu nutzen Parteipolitik zu machen, versprach er.

Anschließend hatte der Rat die Aufgabe, seine Fachausschüsse zu besetzen. Dabei kam es zu einer kleinen Überraschung, denn SPD und CDU drückten durch, dass der Kulturausschuss wieder vom Sportausschuss abgekoppelt und dem Sozialausschuss angegliedert wurde. Die UWG lehnte dieses Vorhaben erfolglos ab. - Volker Griese

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