Leihgabe von den Stadtwerken

Unter Strom: Gemeinde setzt auf E-Autos

Gemeinde Nachrodt hat zwei E-Autos von den Stadtwerken Iserlohn gemietet. Frank Schorlemmer (2.v.r.) überreichte die Fahrzeuge an Bürgermeisterin Birgit Tupat, Kämmerin Gabriele Balzukat und Bauamtsleiter Dirk Röding (v.l.)
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Die Gemeinde Nachrodt hat zwei E-Autos von den Stadtwerken Iserlohn gemietet. Frank Schorlemmer (2.v.r.) überreichte die Fahrzeuge an Bürgermeisterin Birgit Tupat, Kämmerin Gabriele Balzukat und Bauamtsleiter Dirk Röding (v.l.)

Der neue Stolz der Gemeinde Nachrodt kommt sehr leise und im Doppelpack daher - und er ist gut für die Umwelt.

Nachrodt-Wiblingwerde – Zwei E-Ups mit den Nummernschildern MK NW 136 und 137 wurden von den Stadtwerken Iserlohn gemietet. Genutzt werden die Elektroautos hauptsächlich vom Vollziehungsbeamten Herbert Schmidt und von Bauamtsleiter Dirk Röding, bei denen die meisten Dienstfahrten anstehen. Dass die Autos weiß sind, ist Zufall. „Wir haben im Vorfeld nicht über die Farbe gesprochen“, sagt Kämmerin Gabriele Balzukat schmunzelnd.

Erkennungszeichen ist das Gemeindelogo an den Türen der 83 PS starken Autos. Die Sommerreifen liegen noch im Kofferraum, die Handy-Halterung funktioniert. Die Fahrzeuge, auf die man ein dreiviertel Jahr gewartet hat, sind mittlerweile aufgrund der Fördermaßnahmen ausverkauft.

Kein Fan: Bauamtschef nach Testfahrt überzeugt

Frank Schorlemmer, Key- Account-Manager Elektromobilität bei den Stadtwerken Iserlohn, der die Fahrzeuge an Bürgermeisterin Birgit Tupat übergab, schwärmt von der Elektromobilität: „Man hat eine deutlich bessere Beschleunigung, das Fahren macht viel mehr Spaß.“ Kein Fan der Technologie ist Bauamtsleiter Dirk Röding.

Doch er war nach einer Testfahrt beruhigt: „Er läuft wie am Schnürchen.“ Birgit Tupat kann sich gut vorstellen, mit den E-Autos auch Dienstfahrten zur Bezirksregierung nach Arnsberg zu unternehmen. Schließlich haben die Fahrzeuge eine Reichweite von 260 Kilometern. Und zur Not: „Tankstellen gibt es unterwegs.“ 2,7 Kilowattstunde (kWh) Verbrauch sagt VW, „Auto Bild“ spricht von einem Verbrauch von 14,5 kWh.

Probleme mit Ladesäule

Macht bei einem Strompreis von 30,5 Cent pro kWh 4,42 Euro für 100 Kilometer. Versichert sind die Autos über die Stadtwerke. Die monatlichen Mietkosten für die Autos sollten eigentlich bei je 149,91 Euro liegen – doch es wird aufgrund höherer Subventionen jetzt günstiger. Der genaue Preis ist aber noch nicht bekannt.

Apropos Tanken: An einer Säule in Wiblingwerde gibt es aktuell Probleme. „Da hat es ein Netzteil zerschlagen“, sagt Frank Schorlemmer, der zugibt, dass die Strom-Anbietervielfalt nicht glücklich ist. Laut Studie des Marktforschungsunternehmens EuPD Research gibt es für die 12 000 Ladesäulen in Deutschland 288 Tarife von 194 Anbietern. „Hinter verschlossenen Türen unterhalten sich die Großen der Branche, dass man das vereinheitlicht und nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht“, so Schorlemmer.

Immer mehr Fahrer zapfen Strom

Unterdessen nimmt die Auslastung an den Ladesäulen zu. „Wir haben eine Steigerung in Iserlohn und Nachrodt-Wiblingwerde zusammen von 300 Kilowattstunden auf 2000 Kilowattstunden pro Monat. Wir sind jetzt bei einem Verbrauch von einem Ein-Personen-Haushalt im Jahr“, erklärt Frank Schorlemme

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