Unkraut nervt viele Bürger - schnelle Lösung schwierig

+
Das Unkraut wächst und gedeiht an vielen Straßen in Nachrodt. Die Bürger sind genervt.

Unmut über Unkraut: Die Bürger stören sich daran in Nachrodt. Doch mit der Beseitigung gibt es ein Problem.

Nachrodt-Wiblingwerde – Der Stein des Anstoßes ist das Unkraut. Es wächst und gedeiht – und zwar augenscheinlich allerorts. Immer wieder beschweren sich die Bürger über die unerwünschten Pflanzen. Die Gemeinde verkomme, so der Tenor. 

Die Lösung? Eine regelmäßige Straßenreinigung? Nur: Das kostet. Und in Nachrodt-Wiblingwerde werden keine Straßenreinigungsgebühren erhoben. 

Ärger in Nachrodt: "Unkraut kommt aus jeder Ritze"

„Das Unkraut wächst und wächst, und das stört die Menschen hier“, sagt Petra Triches, Fraktionssprecherin der UWG. Auch Bürgermeisterin Birgit Tupat weiß, dass es aus „jeder Ritze kommt“. 

Sie erklärte im Rat: „In den Grundbesitzabgaben ist der Winterdienst enthalten. Es wäre ein erheblicher Aufwand, Straßenreinigungsgebühren zu berechnen. Man muss unter anderem Straßenlängen und Frontlängen der Grundstücke bestimmen und vieles mehr. Und in manchen Straßen lassen wir die Kehrmaschine auch fahren.“ 

Unkraut in Nachrodt: Keiner will Bürger zahlen lassen

Fakt ist: Keine Partei, kein fraktionsloses Ratsmitglied möchte eine Gebühr erheben. „Es geht auf keinen Fall, dass wir hier Unruhe verbreiten. Die Grundsteuer B ist schon hoch genug. Wir können den Bürgern keine Straßenreinigungsgebühren aufs Auge drücken“, meinte Rita Joergens. 

So sieht es auch Matthias Lohmann: „Als wir vor einem Jahr die Grundsteuer erhöht haben, sind die Wogen schon verdammt hoch-geschlagen. Ob ich mich so einer Diskussion zur Straßenreinigungsgebühr aussetzen möchte, da bin ich mir nicht sicher.“ 

Unkraut in Nachrodt: Baubetriebshof gefragt

Die Idee ist, Gespräche mit dem Baubetriebshof zu führen, um Intervalle für den Einsatz der Kehrmaschine festzulegen. Zudem gibt es für die Bürger auf der Homepage der Gemeinde die Möglichkeit, Probleme zu melden – unter dem Stichwort „Anregungen“. 

„Vielleicht kann man das etwas prominenter platzieren“, schlug Petra Triches vor. Hierfür gibt es bereits neue Pläne und demnächst auch eine App, die sich die Bürger herunterladen können, um ihre Anliegen – sei es eine kaputte Straßenlaterne oder eben das Unkraut-Dilemma – zu melden. 

Ein weiteres Ärgernis auf den Straßen nervt die Bürger in Nachrodt.

Unkraut in Nachrodt: Besonderes Gerät im Einsatz

Übrigens: Im vergangenen Jahr wurde mit einem Heißwassergerät gegen das Unkraut vorgegangen. „Je öfter man das nutzt, umso schneller gehen die Pflanzen auch kaputt. Gerade in den Rinnsteinen haben wir das Problem, dass sich dort die Samen einsetzen“, so Bürgermeisterin Birgit Tupat. 

Laut Straßenreinigungsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen sind die Gemeinden zur Reinigung öffentlicher Straßen verpflichtet. Neben hygienischen Aspekten dient die Straßenreinigung auch der Verkehrssicherheit. 

Unkraut in Nachrodt: Grundbesitzer in der Pflicht

Und sie trägt entscheidend dazu bei, ein sauberes Stadtbild zu schaffen, zu erhalten und ist ein Faktor für die Lebensqualität in der Stadt. Allerdings sind auch die Bürger in der Pflicht. 

Zwar haben sie nicht nichts mit den Fahrbahn-Bordsteinen am Hut, wohl aber mit den Gehwegen. Eigentlich ist jeder Grundstückseigentümer verpflichtet, vor seinem Haus den Gehweg zu reinigen – und von unliebsamen Pflanzen aller Art zu befreien. 

„Die Reinigung der Gehwege und der öffentlichen Wege, die ausschließlich dem Fußgängerverkehr dienen, wird den Eigentümern der an sie angrenzenden und durch sie erschlossenen Grundstücke auferlegt“, heißt es in der Straßenreinigungssatzung der Gemeinde. Nur kommen offensichtlich nicht so viele Grundstücksbesitzer ihrer Pflicht nach.

Ähnliche Diskussionen und Ärgernisse gibt es in anderen Kommunen im MK.

Wie man giftige Pflanzen im eigenen Garten erkennt, erfahren Sie hier.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare