Ungewöhnliches Angebot: Ganze Gemeinde zum Essen eingeladen

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Das Bewirtungsteam bei der Aktion „Gemeinsam essen, füreinander da sein“.

Nachrodt-Wiblingwerde – "Gemeinsam essen, füreinander da sein": Ein ungewöhnliches Angebot für alle Bürger, 80 Gäste kamen. Es ging um viel mehr als ums Essen.

„Wenn es schon so ein ungewöhnliches Angebot in der Gemeinde gibt, dann sollte man auch hingehen“, meint Silvia Thien, die mit ihrem Mann Andreas am schön gedeckten Tisch im Vorraum der Lennehalle Platz nahm. Nudeln mit Tomaten- oder Hackfleischsoße wurde den Gästen gereicht. 

Es war die erste Aktion in diesem Jahr mit dem Titel „Gemeinsam essen, füreinander da sein“. Gisela Gundermann und Norbert Grebe hatten dieses Mal Unterstützung von Bärbel Büttig, Andreas und Andrea Wächter und Ronny Sachse. Gemeinsam sorgten sie für eine Rundum-Bewirtung der Gäste. 

Jeder spricht mit jedem

80 Nachrodt-Wiblingwerder, aber auch Iserlohner und Lüdenscheider kamen zum Holensiepen, ebenso wie Bürgermeisterin Birgit Tupat. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt Gisela Gundermann, die auch für einige Besucher Essen für Zuhause einpackte und sich besonders freute, dass viele miteinander ins Gespräch kamen. 

Schließlich ist das Miteinander Sinn und Zweck der Essens-Termine. Jeder ist willkommen. „Wir haben extra die Tische so gestellt, dass jeder mit jedem sprechen kann“, sagte Gisela Gundermann. 

Geld reicht nur für Nudeln

Für die jüngste Aktion war nicht sehr viel Geld im Spendenschwein, so dass es Nudeln gab. Sehr zu Freude von vielen, denn Nudeln gehen immer. „Wir haben auch einige Sponsoren, die immer etwas Geld geben“, erzählt die Rennerderin. Ungefähr 1000 Euro werden für vier Termine im Jahr benötigt. 

Noch etwas mehr angeschoben werden muss der zweite Teil des Slogans „gemeinsam essen, füreinander da sein.“ Die Hoffnung, dass Hilfe gefunden wird – zum Beispiel für Gartenarbeit, Babysitten oder Einkäufe – steht bislang noch nicht im Mittelpunkt der Aktion. 

Angst, um Hilfe zu bitten

„Es ist nicht einfach, um Hilfe zu bitten“, erklärt Silvia Thien die Zurückhaltung. Man wolle niemanden zur Last fallen. Und der erste Schritt sei immer der schwerste. Die Bürgermeisterin weiß aus eigener Erfahrung, dass die Nachbarschaftshilfe in der kleinen Gemeinde gut funktioniert. „Ich musste auch schon mal ein Sofa vom ersten Stock ins Erdgeschoss bringen lassen“, erzählt sie von einer schnellen Eingreiftruppe. 

Schön fänden es Organisatoren und Gäste, wenn auch Geflüchtete und Bürger mit Migrationshintergrund zum gemeinsamen Essen kommen würden. Der nächste Termin: 16. Mai.

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