Sportvereinigung Nachrodt droht Ungemach

Bei seiner Besichtigung der Sportstätten – hier in Wiblingwerde • fand der Sportausschuss wenig Anlass für Kritik.  Foto: Griese

Nachrodt-Wiblingwerde - Die „zweckentfremdete Nutzung von Sportanlagen“, wie es UWG-Ratsfrau Anne Klatt formulierte, war am Donnerstag ein Thema im Sportausschuss der Gemeinde. Den Anlass zu dieser Diskussion hatte ein Sportverein gegeben, der es Jugendlichen gestattet hatte, im Kraftraum des TuS Nachrodt-Obstfeld zu übernachten.

An zwei Wochenenden hatte die Sportvereinigung Nachrodt unlängst Jugendliche einer Gruppe aus Paderborn in den Räumen unter der Lennehalle nächtigen lassen – nach Worten von Bürgermeisterin Birgit Tupat ohne Information der Gemeinde. Wie die Ausschussmitglieder war die Bürgermeisterin der Auffassung, dass das nicht gestattet werden könne. „Das geht gar nicht“, sah beispielsweise die Ausschussvorsitzende Anne Klatt wenig Ermessensspielraum. Klaus-Dieter Jacobsen (CDU) verlangte, dem Verein die Grenzen aufzuzeigen und gegebenenfalls Konsequenzen zu ziehen. Dazu forderte er wie Susanne Jakoby (SPD), das Gespräch mit dem Vereinsvorstand zu suchen.

Die ersten Konsequenzen hat die Gemeinde offenbar bereits gezogen. Dem Verein seien die angefallenen Reinigungskosten in Rechnung gestellt worden, sagte die Bürgermeisterin. Aber damit ist die Angelegenheit wohl noch nicht erledigt. Den Verantwortlichen werde unmissverständlich erklärt, dass in den Räumen unter der Lennehalle nicht übernachtet werden dürfe. „Und bei einer Wiederholung wird sofort der Schlüssel eingezogen“, betonte Tupat.

Aber nicht nur wegen der nicht genehmigten Übernachtung Jugendlicher im Kraftraum hat die Sportvereinigung den Unmut von Politik und Verwaltung auf sich gezogen. Bei der Besichtigung der Sportstätten bemängelten die Ausschussmitglieder am Dienstag auch, dass die Fußballer offensichtlich die für die Unterbringung von Sportgeräten errichtete Holzhütte im Wilhelm-Mestekämper-Stadion zweckentfremden. Anne Klatt ging davon aus, dass dort entgegen der Benutzungsordnung auch Bier verkauft werde. Zudem habe der Verein ohne Genehmigung Zelte im Stadion aufgebaut. Bürgermeisterin Tupat kündigte an, auch dagegen vorzugehen. „Wir werden die Fremdnutzung der Holzhütte unterbinden“, sagte sie. Verstöße gegen die Benutzungsordnung seien bußgeldbewehrt und auch in dieser Hinsicht wolle die Gemeinde „entsprechend tätig werden“, so Tupat. - Volker Griese

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