Unfall nach kräftigem Bremsmanöver

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Ein Bremsmanöver auf der Wiblingwerder Straße beschäftigte am Donnerstag das Amtsgericht Altena. Ein 19-jähriger Nachrodt-Wiblingwerder musste sich dort wegen Nötigung verantworten. Der Tag endete mit einer Einstellung seines Verfahrens.

Am 14. Juni vergangenen Jahres war der Angeklagte talwärts mit seinem Auto auf der Wiblingwerder Straße unterwegs. Vor ihm hatte sich ein heute 19-Jähriger mit seinem Corsa befunden. Laut Vorwurf soll der Angeklagte seinen Vordermann in einer Kurve überholt, sich vor den Corsafahrer gesetzt und diesen grundlos ausgebremst haben.

Weil der andere nicht mehr hatte bremsen können, war er dem Nachrodt-Wiblingwerder „hinten drauf“ gefahren. Entstandener Schaden: 1 500 Euro. Vor Gericht stritt der junge Mann das absichtliche Ausbremsen ab. Er sei mit einem Freund unterwegs gewesen. Weil der andere Fahrer so langsam gewesen sei, habe er ihn auf einem geraden Stück überholt. Dann habe ihn sein Freund plötzlich angewiesen, abzubiegen. Das sei aber schon längere Zeit nach dem Überholvorgang gewesen. „Er hat das sehr spät gesagt. Ich habe dann auf die Bremse getreten, und das war zu viel”, so der 19-Jährige.

Der Corsafahrer gab im Zeugenstand an, der Angeklagte habe sich mit Hupe und Lichthupe von hinten angenähert. Dann habe er ihn überholt und ohne ersichtlichen Grund gebremst. „Ich bin sofort vom Gas gegangen. Ich bin aber nicht zum Stehen gekommen und ihm draufgefahren.” Nach einer kurzen Verhandlungspause entschied das Gericht dann, das Verfahren einzustellen. Grund: Es konnte nicht mehr sicher geklärt werden, wie es genau zu dem Unfall gekommen war. ▪ jape

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