Autofahrer ignorieren Sperrung

Spektakulärer Unfall auf L692: Frau übersieht tiefen Graben - Ordnungsamtsleiter äußert Unverständnis

Auf der gesperrten L692 kam es am Donnerstagabend zu einem spektakulären Unfall. Eine Frau übersieht den Graben.
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Eine Frau ist auf der gesperrten L692 in Rennerde in einen Graben gefahren.

Auf der L692 ist es zu einem Unfall gekommen - trotz der Sperrung, die Autofahrer immer wieder ignorieren. Eine Frau landete im Graben.

Nachrodt-Wiblingwerde - Update vom 30. Oktober, 12.30 Uhr: Die Unfallfahrerin gab an, dass sie mit ihrem silbernen Toyota aus Nachrodt kommend den Graben nach Rennerde , in den sie mit ihrem Auto stürzte, übersehen hätte. Eigentlich hätte sie aber gar nicht in die Nähe kommen können. Denn die Baustelle war gut abgesichert.

„Ich bin selbst mit der Feuerwehr ausgerückt und habe bei der Fahrt zur Unfallstelle gesehen, dass alles richtig war. Bereits in Nachrodt stehen die Schilder. An der Einfahrt Nordhelle die erste Barke und wieder Schilder. Das kann man einfach nicht übersehen. Ab da hätte sie schon nicht weiter gedurft“, erklärte Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz.

Eine weitere Absperrung über die ganze Straße befindet sich in Höhe Salzlager. „Fakt ist, die Baustelle war ausreichend gesichert“, betont Putz. Das bestätigt auch die Polizei, die auch am Freitagmorgen in aller Früh, die Baustelle kontrollierte.

Spektakulärer Unfall auf L692: Frau übersieht Graben - Autofahrer ignorierten Sperrung

Für viele Beteiligte war es nur eine Frage der Zeit, dass ein Falschfahrer in der Baustelle verunglückt. Immer wieder ignorierten in den vergangenen Wochen Autofahrer die Sperrung – gerade am Abend. Für die ortskundige Unfallfahrerin wird das nun teuer: Sie erwartet ein Verwarn- oder Bußgeld wegen der Missachtung der Sperre. „Außerdem ist es ein kostenpflichtiger Feuerwehreinsatz“, sagt Sebastian Putz.

Da entscheide die Versicherung, ob die Kosten übernommen werden oder nicht. Polizei und Ordnungsamt wurden nicht müde, an die Vernunft der Fahrer zu appellieren. Doch sie lernen es offenbar nicht.

Spektakulärer Unfall auf L692: Keine Sicherungspflicht bei Baustelle

„Die Baustelle verändert sich immer wieder. Gerade im Dunkeln kann es sein, dass man Gräben oder Ausschachtungen übersieht. Es besteht keine Sicherungspflicht seitens der Baufirma in der Baustelle, da unter absoluter Vollsperrung gearbeitet wird“, erklärte jüngst noch Polizeisprecher Christoph Hüls. Und genau so kam es am Donnerstagabend.

Auf der gesperrten L692 kam es am Donnerstagabend zu einem spektakulären Unfall.

Die Frau fuhr mit ihrem Toyota Jaris aus Richtung Nachrodt kommend in die untere Dorfeinfahrt von Rennerde. Links lagen dicke Felsbrocken, rechts der tiefe Graben. Glücklicherweise war sie nach eigenen Angaben in Schrittgeschwindigkeit unterwegs. Dennoch übersah sie den tiefen Graben, der Wagen verlor den Halt und kippte vornüber hinein.

Die Fahrerin konnte sich mit Hilfe von Anwohnern selbstständig aus dem Wagen befreien und blieb unverletzt. „Die Bergung wird nicht ganz einfach“, erklärte Feuerwehrchef Mark Wille. Ein Spezialkran eines Bergungsunternehmens wurde angefordert. Die Feuerwehr leuchtete derweil die Unfallstelle aus. „Es ist halt recht eng hier. Und halt mitten in einer Baustelle. Das macht es nicht ganz einfach“, erklärte Mark Wille.

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