UWG sieht durchdachtes Konzept für das Hallenbad

+
Fraktionssprecher Johannes Illerhaus und UWG-Vorsitzende Sonja Hammerschmidt zogen am Mittwochabend die politische Bilanz eines turbulenten Jahres.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Der Wechsel im Amt der Bürgermeisterin, die Sekundarschule und der notwendige Sparkurs der Gemeinde waren Themen, die die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) am Mittwochabend in Wiblingwerde diskutiert hat.

Traditionell begeht die UWG an Buß- und Bettag ihren Jahresabschluss in der Gaststätte Zur Schönen Aussicht, der neben einem politischen Jahresrückblick vor allem die Gemeinschaft fördern soll. „So viele waren wir noch nie“, freute sich Vorsitzende Sonja Hammerschmidt am Mittwochabend, mehr als 30 Mitglieder der Fraktion und Gäste begrüßen zu können.

Bevor der gesellige Teil des Abends eingeläutet wurde, blickte die UWG-Vorsitzende kurz auf das Jahr zurück und erinnert daran, dass die Wählergemeinschaft Birgit Tupat als Bürgermeisterkandidatin unterstützt habe. „Ich hoffe, dass sie ein gutes Händchen bezüglich der Sparmaßnahmen beweisen wird“, sagte Sonja Hammerschmidt, denn das Sparpaket überschatte das Leben in der Doppelgemeinde. Die UWG sieht sich für das kommende Jahr gut positioniert und forderte die Mitglieder dazu auf, insbesondere bei der Übernahme des Gartenhallenbads tatkräftig mitzuhelfen, um die Einrichtung zu erhalten, in der viele Vereinsmitglieder und Kinder ihre Freizeit verbringen.

Fraktionssprecher Johannes Illerhaus betonte, der Entscheidung von Beatrix Naujoks Respekt gezollt zu haben, als sich die frühere Bürgermeisterin zu Beginn des Jahres dafür entschieden habe, aus gesundheitlichen Gründen vom Posten des Ersten Bürgers der Gemeinde zurückzutreten. Ihre Nachfolgerin habe ihr Versprechen eingehalten, keine der im Gemeinderat vertretenen Fraktion zu bevorzugen. „Das kann manchmal auch etwas unbequem sein“, gab Illerhaus zu.

„Die Arbeit ist gut angelaufen“, resümierte der Fraktionssprecher über das erste Schulhalbjahr der Sekundarschule am Holensiepen. Der starke Differenzierungsunterricht benötige viele Räume. Doch Schule, Verwaltung und Politik seien jetzt zu einer Kompromisslösung gekommen, wie Illerhaus die Versammlung informierte. Bezüglich des „Rettungsplans“ zum Erhalt des Gartenhallenbads, der vorsieht, die Einrichtung in eine Genossenschaft oder Gesellschaft umzuwandeln, sprach er von einem „durchdachten Vorhaben“. Und auch der bevorstehende Weihnachtsmarkt, der von einem engagierten Arbeitskreis auf die Beine gestellt wird, verspreche wieder toll zu werden.

Auf der „Liste der Grausamkeiten“ stünde neben der Erhöhung der Grundsteuer B auch die Grundschule in Wiblingwerde, die aufgelöst werden könnte. Benötige ein Schüler nicht länger als eine Stunde bis zu einer entfernter liegenden Grundschule oder bleibe der Weg zu einer Bushaltestelle unter einem Kilometer, gelte dies als zumutbar. „Es wäre also denkbar, Wiblingwerder Kinder nach Nachrodt zu schicken.“ Ein neues Schulgesetz besage allerdings, dass Grundschulen unter 92 Kindern zwar nicht mehr selbstständig sein, dafür aber als Teilstandort erhalten bleiben können, erklärte Illerhaus. „Ich bin überzeugt, dass eine Schule genauso zum Dorf gehört wie eine Kirche“, machte er seinen Standpunkt in dieser Frage deutlich. ▪ Susanne Riedl

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare