Umgang mit Plagegeistern

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Ein handballgroßes Wespennest im Ilexbusch. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Und plötzlich sind sie da, die Wespen: Wer ein Nest der schwarz-gelben Hautflügler auf dem Dachboden oder an anderer Stelle des Hauses entdeckt, sieht sich in vielen Fällen vor ein Problem gestellt. Das Nest beseitigen oder die Tiere gewähren lassen? Welche Schritte gegen die meist ungeliebten Mitbewohner sind erlaubt?

Grundsätzlich gilt: Wespen stehen wie alle anderen wildlebenden Tierarten unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes; in NRW gilt zudem das Landschaftsgesetz. Einzelne Arten wie Hornissen, Hummeln oder Bienen sind durch Aufnahme in die Artenschutzverordnung besonders geschützt. Ein Verstoß gegen diese Vorschriften gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit Bußgeld geahndet werden. Wer sich unsicher ist, was bei einem Wespennest mitten im Garten oder im Haus zu unternehmen ist, der sollte sich Rat bei einem Fachmann holen. Die Feuerwehr, so ergab eine Nachfrage beim Ordnungsamt, ist der falsche Ansprechpartner und entfernt keine Wespennester mehr. Auch der Förster ist in der Regel nicht zuständig. „Von Amts wegen“ handelt das Ordnungsamt zunächst nur dann, wenn sich das Wespennest auf einer öffentlichen Fläche befindet und eine Gefahr darstellt. Wurde das Nest auf einem Privatgrundstück errichtet, so ist für den Umgang mit dem Nest der Eigentümer des Grundstückes oder Gebäudes verantwortlich.

Ein bis zwei Mal im Jahr erreichen des Ordnungsamt der Doppelgemeinde Anfragen von Bürgern, die eine entsprechende Ansiedlung irgendwo entdeckt haben und diese los werden wollen. Im Amtshaus gibt man dann den Tipp, im Telefonbuch oder den Gelben Seiten nach einem Schädlingsbekämpfer Ausschau zu halten. „Der Fachmann kennt alle Schritte und weiß, was zu tun ist“, empfiehlt zum Beispiel Dirk Recker. Neben einer Beseitigung kommt auch eine Umsiedlung des Nestes in Betracht. ▪ tk

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