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Umbau der Kabinen beginnt Mittwoch

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Die Sporthalle am Holensiepen: Am Mittwoch starten die Umbauarbeiten in der Umkleide unten.
Die Sporthalle am Holensiepen: Am Mittwoch starten die Umbauarbeiten in der Umkleide unten. © fischer-bolz

Zack. Fertig. „Die Bürger und Bürgerinnen scheint es ohnehin nicht zu interessieren“, meinte Klaus-Dieter Jacobsen und erklärte im Sportausschuss für die CDU-Fraktion, auf größere Debatten rund um den gemeindlichen Haushaltsetat für 2023 verzichten zu wollen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Man habe im Vorfeld mit der Kämmerin Gabriele Balzukat und der Bürgermeisterin Birgit Tupat den Haushalt ausführlich durchgeackert. Man müsse also nicht mehr wie früher Ansatz für Ansatz durchgehen. Dem schlossen sich SPD und UWG gerne an. Die im Haushaltsjahr 2023 vorgesehenen Ansätze im Ergebnis- und Finanzplan wurden durchgewunken. Was das Interesse der Bevölkerung an diesem Zahlenwerk anbelangt: Tatsächlich waren zwar mehrere Stuhlreihen in der Aula der Grundschule aufgestellt worden, aber kein einziger Gast hatte sich eingefunden.

Platz für den Schießclub

Dabei gab es doch Interessantes zu erfahren: Es starten am Mittwoch, 25. Januar, die Umbauarbeiten der Umkleideräume unter der Sporthalle am Holensiepen. Begonnen wird mit den Trockenarbeiten im Bereich des Kraftraumes. Eine Wand wird ein Stück versetzt, damit der Schießclub Platz bekommt und von der Lennehalle unter die Sporthalle ziehen kann. „Die Wand wird schnell wieder hergerichtet, damit der Kraftraum wieder zur Verfügung steht“, sagte Bauamtsleiterin Natascha Handschak. Der Schießclub muss umziehen, da die Lennehalle abgerissen wird. Aber erst, wenn der Haushalt genehmigt ist, gehen dafür die Ausschreibungen raus. Der Sozialtrakt bleibt übrigens stehen, weil die Lennehalle und die Feuerwehr eine gemeinsame Heizung haben, die dort untergebracht ist.

Zweiter Anlauf für Gemeindesportverband

Und es gibt einen weiteren wichtigen Termin: Am 27. Februar steht ein zweites Treffen für eine mögliche Neugründung eines Gemeindesportverbandes an. Auch die Mitglieder des Sportausschusses sind ab 19 Uhr ins Vereinshaus der Spielvereinigung geladen. Die Sportausschussvorsitzende Anne Klatt sieht durchaus gute Chancen für einen Neuanfang. Fünf Personen, die Vorstandsaufgaben übernehmen wollen, würden benötigt. Bis zum 27. Februar sollen und wollen die Vereinsvorsitzenden in ihren Reihen nach möglichen Mitstreitern für den Gemeindesportverband suchen. „Am Günstigsten wäre es, wenn es Leute machen würden, die nicht im politischen Raum aktiv sind“, findet Stefan Herbel (CDU), der andernfalls einen Interessenskonflikt befürchtet. Der Vorsitzende des Gemeindesportverbandes sollte auch eine beratende Stimme im Sportausschuss haben, was „aber immer so war“, so Bürgermeisterin Birgit Tupat. „Es gibt ganz viele Optionen, was man machen kann“, so Jan Schröder (SPD), „zum Beispiel auch eine halbe Stelle bei den Kommunen, die das koordinieren kann“.

Sportabzeichentag und Sponsorenlauf

Jan Schröder, der auch Vorsitzender der SpVgg ist, sieht ebenfalls das Problem, dass immer dieselben Leute Verantwortung auf verschiedenen Ebenen übernehmen. Man solle unbedingt eine gemeinsame Lösung finden, denn das beste Beispiel sei Corona gewesen. „Jeder Verein hat sein Hygienekonzept eingereicht. Es wäre einfacher mit einem Koordinator gewesen.“ Dass die Wiblingwerder Sportler wenig begeistert von einem neuen Gemeindesportverband sind, warf Dirk Grote (UWG) durch die Blume in die Runde und fragte, ob die Vereine doch noch einzeln mit der Gemeinde kommunizieren könnten. Was natürlich möglich sein soll. „Wenn es mit dem Gemeindesportverband nicht klappt, sollten sich trotzdem die Vereine zwei oder drei Mal im Jahr treffen, um etwas zusammen zu machen, zum Beispiel einen Sportabzeichentag oder einen Sponsorenlauf. Wichtig ist, dass die Kommunikation zwischen den sporttreibenden Vereinen besser wird“, hofft Anne Klatt auf neue Wege.

„Das interessiert die Bürger sowieso nicht“, meinte Klaus-Dieter Jacobsen (rechts) zu den Etatberatungen.
„Das interessiert die Bürger sowieso nicht“, meinte Klaus-Dieter Jacobsen (rechts) zu den Etatberatungen. © Fischer-Bolz, Susanne

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