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Ulrich Gülicher mit 73 Jahren verstorben

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Von: Lydia Schmitz-Machelett

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Die Trauer um Ulrich Gülicher ist groß.
Die Trauer um Ulrich Gülicher ist groß. © Bjoern Braun

Ulrich Gülicher ist tot. Eine Nachricht, die schockierte – mit der niemand gerechnet hatte. 73 Jahre wurde der stellvertretende Nachrodt-Wiblingwerder CDU-Partei- und -Fraktionsvorsitzende.

Nachrodt-Wiblingwerde – Ulrich Gülicher war Christdemokrat durch und durch. Seit 2007 saß er im Rat der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde. Das Schicksal seiner Heimat und der Menschen lag ihm am Herzen. Dafür war er auch bereit, zu streiten, sich zu engagieren – und sich zu belesen. Zu den Sitzungen war er akribisch vorbereitet, kannte alle Vorlagen, hatte selbst recherchiert. Besonders am Herzen lagen ihm die Bauprojekte. Jahrelang war er als Mitglied im Planungs- und Bauausschuss aktiv, leitete diesen sogar von 2018 bis 2020.

Wichtige Säule der CDU

Sein Verständnis für Demokratie und sein Wille, stets das Beste für die Gemeinde zu erreichen, machten ihn zu einer wichtigen Säule der CDU Nachrodt-Wiblingwerde. Er fand immer wieder Wege, die Fraktion zu einen, ging aber auch Konflikten nicht aus dem Weg. Gewiss kein Ja-Sager. Die Zukunft von Partei und Fraktion war ihm wichtig. So machte er schon bei Zeiten seinen Posten als Vorsitzender frei für jüngere. Bis zuletzt stand er seinen Nachfolgern als erfahrener Freund und Berater in allen Fragen zur Seite, half wo er konnte – mit Erfahrung und einer gehörigen Portion Humor. All seine Ausschuss-Mitgliedschaften aufzuzählen, würden den Rahmen sprengen. Er saß unter anderem im Haupt- und Finanzausschuss, im Rechnungsprüfungsausschuss, im Sport-, Schul- und Sozialausschuss und natürlich im Planungs- und Bauausschuss. Aber auch in anderen Gremien war er bis zuletzt aktiv, beispielsweise in der Mitgliederversammlung des Städte- und Gemeindebunds und in der Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft. Zudem war er Vorsitzender des Baubetriebshof Beirats. Die Zeit, die neben Politik noch blieb, verbrachte Gülicher gern im Kreis seiner Familie – seiner Frau und den beiden erwachsenen Kindern. Gerne fachsimpelte er über Hunde und sein Herz schlug als Sänger des Männergesangvereins für die Chormusik.

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