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Ukrainer erschöpft angekommen

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Jetzt sind 82 ukrainische Flüchtlinge in Nachrodt. Viele nehmen schon an Sprachkursen teil, die Ehrenamtliche auf die Beine stellen
Jetzt sind 82 ukrainische Flüchtlinge in Nachrodt. Viele nehmen schon an Sprachkursen teil, die Ehrenamtliche auf die Beine stellen © Fischer-Bolz, Susanne

Elf Flüchtlinge aus Mariupol haben die lange Reise nach Nachrodt geschafft und sind am Freitagmorgen, 3. Juni, angekommen. Sie haben sich direkt im Amtshaus angemeldet und sind teilweise vor Erschöpfung auf den Stühlen eingeschlafen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Da bereits Verwandtschaft in der Doppelgemeinde lebt, haben sich die Ukrainer auf eigene Faust aus dem Kriegsgebiet auf den Weg gemacht, werden nun in einer kleinen Wohnung an der Schulstraße untergebracht und verteilen sich zudem bei der Familie und bei Freunden. Weitere fünf Flüchtlinge aus der Ukraine wurden von der Bezirksregierung zugewiesen, so dass nun insgesamt 82 Menschen aus dem Kriegsgebiet eine Zuflucht in der Gemeinde gefunden haben.

Auch Syrer gekommen

Neben den Ukrainern kommen jetzt auch wieder Syrer. Bevor in der Ukraine der Krieg ausbrach, hatte die Gemeinde ihre Quote für anerkannte Flüchtlinge mit Wohnsitzauflage nicht erfüllt. „Wir hätten noch 97 Personen aufnehmen müssen“, sagt die Flüchtlingsbeauftragte Sabrina Lippert. Insgesamt 15 syrische Flüchtlinge werden jetzt zugewiesen, fünf sind bereits da. Allerdings haben sie noch nicht die richtigen Papiere, nur eine Aufenthaltsgestattung und müssen jetzt noch einige bürokratische Hürden nehmen.

Für drei Jahre in Nachrodt

Die Syrer werden zunächst in den von der Gemeinde angemieteten Wohnungen untergebracht, sollen sich dann aber bei entsprechendem Status eigene Wohnungen in Nachrodt suchen und für drei Jahre in der Gemeinde bleiben. „Das wird nicht einfach für sie, weil wir ja alle zur Verfügung stehenden Wohnungen angemietet haben“, sagt Sabrina Lippert, die mit allen Mitteln für eine gute Unterbringung aller kämpft.

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