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Ukraine-Flüchtlinge: Jetzt soll ein Patenschafts-Netzwerk aufgebaut werden

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Sabrina Lippert (links) und Birgit Tupat bedanken sich für die Hilfsbereitschaft.
Sabrina Lippert (links) und Birgit Tupat bedanken sich für die Hilfsbereitschaft. © Fischer-Bolz, Susanne

Dass die Flüchtlingsbeauftragte Sabrina Lippert gerade alle Hände voll zu tun hat, versteht sich von selbst. Deshalb findet sie es gut, dass ein Patenschafts-Netzwerke aufgebaut werden soll. Wer macht mit? Und wer hat vielleicht noch Waschmaschinen?

Nachrodt-Wiblingwerde – „Ich schaffe es gar nicht, alle Anrufe entgegenzunehmen“, sagt Sabrina Lippert. Die Flüchtlingsbeauftragte der Gemeinde ist dankbar für die Hilfsbereitschaft der Bürger, die augenscheinlich ungebrochen ist. Einige Betten, die dringend benötigt werden, sind bereits angeboten worden, „aber wir können immer noch welche gebrauchen, am besten komplett mit Lattenrost und Matratze, wenn sie gut erhalten ist.“

Waschmaschinen sind noch Mangelware

Um die Wohnungen für die Flüchtlinge aus der Ukraine einrichten zu können, werden auch gern noch Decken- und Stehlampen in Empfang genommen. Auch Waschmaschinen sind noch Mangelware, ebenso Kleiderschränke. „Aber bitte nicht so riesige Schränke, sondern zwei- oder dreitürig“, so Sabrina Lippert. Alle, die sich jetzt angesprochen fühlen, melden sich am besten per Mail an s.lippert@nachrodt-wiblingwerde.de. Dort können sich auch Helfer melden, die morgens beim Möbel- oder Küchenaufbau unterstützen möchten. Es gibt einiges zu tun, damit die Flüchtlinge gut untergebracht werden können. Eine Familie ist beispielsweise gerade noch in Oberhausen und möchte gern aufgrund persönlicher Kontakte in die Doppelgemeinde. Insgesamt sind jetzt 36 vor dem Krieg geflüchtete Menschen in Nachrodt, weitere werden von der Bezirksregierung zugewiesen.

Erstes Treffen am 1. April

Gut findet Sabrina Lippert, dass sich die Nachbarschaftshilfe um den Aufbau eines Patenschafts-Netzwerk kümmern möchte. „Ich schaffe es nicht, die Flüchtlinge in dem Umfang zu betreuen, wie sie es jetzt benötigen.“ Das erste Treffen der zukünftigen Flüchtlingspaten oder solchen, die eventuell einen einfachen Sprachkurs auf die Beine stellen könnten, ist am Freitag, 1. April, ab 17.30 Uhr in der Grundschule Nachrodt. Dort sollen auch weitere Ideen für eine Unterstützung diskutiert werden.

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