„Ortsprägende Schönheit“ soll nicht zerstört werden

Ein Neubau „in vorhandener Lage“, wie es die Straßenplaner nennen, macht in Nachrodt offenbar einige Probleme. Der Rat wird sich am Montag gleich zwei Mal mit der Brückenproblematik befassen. -  Foto: Bonnekoh

Nachrodt-Wiblingwerde - Überraschend ist die Tagesordnung für die Ratssitzung am kommenden Montag um einen weiteren Punkt im Zusammenhang mit der Lennebrücke erweitert worden. Die im Rat vertretenen Parteien sind sich einig, dass auf der vorhandenen Trasse gebaut werden soll.

Einen entsprechenden Antrag hat die Bürgermeisterin erst am Sonntagabend erhalten. Es handelt sich um ein Schreiben im Namen von CDU, SPD und UWG. In dem Papier heißt es, man sei gegen die geplante Trasse des Neubaus, der in Richtung der bereits abgerissenen Baugesellschaftshäuser verschwenkt hätte. „Wir bevorzugen den bisherigen Standort oder alternativ direkt daneben, wo jetzt die Sparkasse steht.“

Auf keinen Fall, das unterstreichen die Politiker, „möchten wir den Bereich Dümplerleie in seiner ortsprägenden Schönheit zerstören.“ Dort stehe vieles „nicht ohne Grund unter Naturschutz“, schreibt CDU-Fraktionsvorsitzender Lars Wygoda auch im Namen von SPD und UWG. Ein entsprechender Ratsbeschluss würde eine Abkehr von den bisherigen Plänen bedeuten, die seit geraumer Zeit als künftige Lösung gelten. Um den Brückenbau soll es auch bei einer Einwohnerversammlung nach den Sommerferien gehen. Auch darüber wird im Rat gesprochen werden.

Um Baumaßnahmen geht es schließlich auch im Straßenbauprogramm, das Ende Februar beschlossen worden war. Jedoch ist der Umfang der geplanten Projekte hier vergleichsweise gering. Die Aufträge sind mittlerweile gebündelt an eine Firma vergeben worden. Dipl.-Ing. Dirk Röding als Leiter des zuständigen Fachbereiches Bauen geht nun davon aus, dass die ersten Arbeiten Mitte des Monats beginnen werden.

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