Tupats Wahlsieg sorgt für ein Personalproblem

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Strahlende Birgit Tupat nach dem Wahlsieg am Sonntagabend. Jetzt kommt viel Arbeit auf die 45-Jährige zu. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Der Tag nach der Bürgermeister-Stichwahl war für Birgit Tupat alles andere als ein normaler Arbeitstag, obwohl die Amtszeit der neuen Bürgermeisterin offiziell erst mit ihrer Amtseinführung am 21. Mai beginnt.

Auf ihren Wahlsieg hatte Birgit Tupat am Sonntagabend mit Freunden und Familienmitgliedern, Nachbarn und Kollegen und mit Mitgliedern der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) angestoßen, die die parteilose Kandidatin unterstützt hatten. „Ich habe aber nur ein Glas Sekt getrunken, danach nur noch Wasser“, versicherte die Wahlsiegerin. Kein Wunder, braucht sie doch für die ihr bevorstehende schwere Mission einen klaren Kopf. So war Birgit Tupat auch am Montagmorgen früh auf den Beinen, saß schon um kurz nach sieben Uhr an ihrem Schreibtisch. An ihrem angestammten Schreibtisch im Fachbereich Sicherheit/Ordnung/Soziales, wohlgemerkt. Dort wird sie auch mindestens bis zum nächsten Montag noch die meiste Zeit verbringen. Das Amt der Bürgermeisterin übernimmt sie nämlich erst mit ihrer Amtseinführung in der Ratssitzung, die am Montag, 21. Mai, um 16 Uhr im Schlosshotel Holzrichter beginnt. Die Leitung dieser Sitzung wird ihre erste Amtshandlung als Bürgermeisterin sein, aber schon kurze Zeit danach warten die nächsten Aufgaben. Jürgen Röll, der seit dem krankheitsbedingten Ausscheiden von Bürgermeisterin Beatrix Naujoks die Verwaltung geleitet hat, habe ihr schon den Terminkalender gefüllt, berichtete Birgit Tupat. Die Bürgermeisterkonferenz mit dem Amtskollegen aus den anderen 14 Städten und Gemeinden des Märkischen Kreises ist nur einer davon. Und „so ganz nebenbei“ muss die neue Bürgermeisterin ja auch noch ihren bisherigen Fachbereich weiterleiten. „Da wird aber bestimmt einiges liegen bleiben“, erwartet sie Probleme durch diese Doppelbelastung.

Auf Dauer wird die zukünftige Verwaltungschefin die Fachbereichsleitung wohl abgeben, wird die Gemeinde dafür eine Lösung finden müssen. Das Problem ist nur: Wegen der angespannten Haushaltslage gilt derzeit eine Besetzungssperre, und aus den eigenen Reihen kann die Verwaltung die Lücke, die Birgit Tupat im Fachbereich hinterlässt, nicht schließen. Die übrigen Mitarbeiter der Verwaltung verfügen nämlich entweder nicht über die für die Fachbereichsleitung erforderliche Qualifikation oder haben innerhalb der Verwaltung bereits andere Aufgaben. ▪ vg

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