Einschnitt beim Winterdienst

Symbolbild

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Bei Holzrichter in Veserde tagt am Montag (20. Januar) um 17 Uhr der Gemeinderat – und behandelt ein Thema, das für die Bewohner der Ortschaften im oberen Teil des Gemeindegebietes von besonderer Bedeutung sein dürfte. Die Verwaltung schlägt nämlich deutliche Einschränkungen beim Winterdienst vor.

Bisher gilt bei Bedarf für den Nachrodt-Wiblingwerder Bauhof eine 24 Stunden-Rufbereitschaft. Damit ist bei starkem Schneefall gewährleistet, dass in den Höhenlagen rund um die Uhr geräumt werden kann. Das will die Verwaltung ändern. Sie schlägt vor, zwischen 20 Uhr und 5 Uhr keinen Winterdienst mehr durchzuführen.

Hintergrund ist natürlich die geplante Zusammenarbeit der Bauhöfe von Altena und Nachrodt-Wiblingwerde. In der Burgstadt ist seit vielen Jahren um 20 Uhr Schluss, erst um 5 Uhr morgens rücken die Fahrzeuge dann wieder aus. Altena sähe „keine Veranlassung“, daran etwas zu ändern, schreibt Bürgermeisterin Birgit Tupat in der Verwaltungsvorlage und betont, dass eine abweichende Regelung für das Höhengebiet der Doppelgemeinde eine Reihe von Problemen mit sich bringen würde.

Eigentlich wollte die Verwaltungschefin hinter verschlossenen Türen über dieses Thema beraten: Sie hatte es für den nicht öffentlichen Teil der Ratssitzung vorgesehen. Das rief allerdings die SPD-Fraktion auf den Plan: Sie drängte in der jüngsten interfraktionellen Sitzung darauf, das Thema wegen seiner erheblichen Bedeutung insbesondere für die Wiblingwerder und Veserder öffentlich zu beraten. Diesem Antrag wurde schließlich entsprochen, so dass am Montag alle Bürger die Winterdienst-Debatte verfolgen können. Die Ratssitzung beginnt um 17 Uhr im Schlosshotel Holzrichter. - ben.-

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