Trotz vieler Bemühungen: TV Wiblingwerde fehlt der Nachwuchs

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Der Vorstand des TV Wiblingwerde mit (v.l.)  Martin Neumann, Nicole Wünsch, Vorsitzender Jens Grote, Dirk Simon und Jörg Marré will die Jugend für den Verein gewinnen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Die Turner haben viel versucht, um Nachwuchs zu werben. Bislang schlugen alle Bemühungen fehl. Nun gibt es einen neuen Versuch mit anderen Mitteln.

731 Mitglieder zählt der TV Wiblingwerde derzeit. Das sind 18 mehr als im vergangenen Jahr – und dennoch machen sich die Mitglieder Sorgen um den Nachwuchs. „Unsere Arbeit läuft in fast allen Bereichen gut. Nur haben wir es auch 2019 nicht geschafft, die Jugendlichen an uns zu binden“, sagte der Vorsitzende Jens Grote im Rahmen der Jahreshauptversammlung. 

Aus den Jahresberichten der Fachgruppen ging hervor, dass alle Übungsstunden gut besucht sind. Es trainieren beispielsweise rund 50 Kinder im Alter von einem Jahr bis fünf Jahren dienstags in der Wiblingwerder Turnhalle. Die Jedermänner-Stunden und die Einheiten für Frauen und Senioren sind ebenfalls mit mehr als 20 Teilnehmern im Durchschnitt gut besucht. 

"Es fehlt die zündende Idee"

Nur die Jugend, die fehlt. Jugendliche aktiv aufsuchen Dabei bemüht sich der Verein schon seit Jahren. Verschiedene Ideen wurden angeregt und getestet. Wie beispielsweise ein Sportnachmittag mit einem offenen Spielangebot am Wochenende. Oder im vergangenen Jahr verschiedene Aktionen, mit denen die Jüngeren begeistert werden sollten.

 „Es fehlt die zündende Idee. Boule-Abende und Ausflüge wurde nur mäßig angenommen“, sagte Jens Grote. 2020 soll ein neuer Versuch unternommen werden. 

Zunächst wollen engagierte Mitglieder und Vorstand mit den Jugendlichen das Gespräch suchen. Gemeinsam wollen sie herausfinden, was die Jugendlichen wirklich möchten. Dafür werden sie in den kommenden Tagen die Treffpunkte, zum Beispiel die Bushaltestelle, aufsuchen und aktiv auf die Jugendlichen zugehen. 

Zudem wollen die Wiblingwerder über den Tellerrand blicken und den Kreissportbund beratend hinzuziehen. „Wir haben genug Geld in der Kasse. Vielleicht sollten wir auf externe Fachkräfte zurückgreifen“, forderte Mitglied Thimo Steinecke. Er ist davon überzeugt, dass es eine Möglichkeit gibt, die Jugendlichen zu begeistern, nur müsse das richtige Mittel gefunden werden. 

Treffpunkt für Junge fehlt im Dorf 

Denn eigentlich fehle derzeit ein Treffpunkt für Jugendliche im Dorf, wie andere Mitglieder berichteten. An der Bushaltestelle und an der Grundschule würden die Jugendlichen aktuell verscheucht. Besuch vom Streetworker gibt es aufgrund der personellen Veränderungen im Jugendzentrum derzeit auch nicht mehr. 

Abgesehen von diesem Problem ist der Verein erfolgreich. Der Vorstand konnte einen Veranstaltungskalender präsentieren, der jeden Monat etwas Besonderes zu bieten hat. Höhepunkt ist das Vereinsfest. Das wird in diesem Jahr von den Frauen ausgerichtet und findet am 7. November statt. Neu im Plan ist ein Spielenachmittag unter dem Motto „Wir sind klein und ihr seid alt“. Es soll ein bunter Nachmittag für Kinder und Senioren werden. 

Sportlicher Höhepunkt wird der Werfertag am 18. April sein. „Aufgrund der enormen Nachfrage der anderen Vereine haben wir beschlossen, ihn erneut durchzuführen“, berichtete Veronika Wilke, Fachgruppenleiterin Leichtathletik. 

Der nächste Termin ist ein Skat-Turnier am 28. Februar. Es folgen die Tischtennis-Vereinsmeisterschaften am 7. März und das Seniorenkaffeetrinken am 25. April.

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