Hallentrödel, heute Anmeldung und ein Interview

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Christian Pohlmann organisiert den Hallentrödel. Heute können sich die Standbetreiber online für den 29. September anmelden.

Nachrodt-Wiblingwerde - Kurz vor 9 Uhr sollten heute (Samstag, 14. September) alle Trödler, die einen Standplatz beim Hallentrödelfest ergattern wollen, vor dem Computer sitzen. Irgendwann bis 10 Uhr wird die Anmeldung frei geschaltet. Warum der Flohmarkt in der Lennehalle immer wieder die Massen anlockt, und was Organisator Christian Pohlmann selbst schon ergattern konnte, erzählt er im Interview. 

 „Der Preis des Erfolges ist Hingabe, harte Arbeit und unablässiger Einsatz für das, was man erreichen will“, hat der Schriftsteller und Kunsthändler Frank Lloyd Wright einmal gesagt. Ein Satz, den Christian Pohlmann so sicher unterschreiben würde. Am 29. September ist er wieder federführend für den großen Hallentrödel in der Nachrodter Lennehalle verantwortlich. Es ist der zwölfte „Riesen“-Flohmarkt, der unter der Regie des Fördervereins Gartenhallenbad läuft – aber schon zuvor hatte Tanja Hartwig mehrere Trödelmärkte organisiert.

 Heute gibt es sicher erneut den Run auf die Standplätze. Alle Infos zur Anmeldung gibt es unter www.flohmarkt-lennehalle.de. Irgendwann zwischen 9 und 10 Uhr wird die Standplatzbuchung freigeschaltet.

 Die Rahmenbedingungen beim kommenden Hallentrödel sind wie gehabt, oder gibt es kleine Veränderungen? 

Christian Pohlmann: Beim nächsten Hallentrödelmarkt wird es wieder keine nennenswerten Veränderungen geben. Alle Abläufe sind seit Jahren eingespielt und haben sich bewährt. Jeder Helfer weiß genau, was zu tun ist, und auch beim Auf- und Abbau geht alles ohne viele Erklärungen von der Hand.

 Es gibt Trödler, die immer wieder kommen. Ist das aber nicht auch ein Nachteil für die Gäste, die dann vielleicht Sorge haben, das ganze Angebot schon zu kennen? 

Diesen Nachteil sehe ich eigentlich nicht. Natürlich gibt es auch „Stammbetreiber“, aber sie verkaufen ja auch ihre Waren, sonst würden sie ja nicht wieder kommen. Zudem bringen sie dann ja auch wieder neue Sachen mit, sodass man nicht den Eindruck hat, alles schon beim letzten Trödel gesehen zu haben. Es wäre auch nur schwer möglich, eine Regelung umzusetzen, dass jemand nur einmal im Jahr teilnehmen darf. Es ist für den Einzelnen ohnehin schon schwer genug, überhaupt einen Standplatz zu bekommen.

 Das Team vom Gartenhallenbad hat auch immer einen Stand mit Spenden. Wo werden die Sachen gelagert bis zum Trödelmarkt? Bringen die Leute ihre Spenden vorbei oder holen Sie diese ab? 

Die Sachen werden in einem extra angeschafften Container gelagert. Wenn Spenden bei Spendern unbedingt sofort abgeholt werden müssen, wie zum Beispiel bei Haushaltsauflösungen, dann lagern wir die Dinge bis zum nächsten Trödel auch im Container. Oft können die Sachen aber auch noch bei dem Spender verbleiben und werden dann nach Absprache erst direkt zum Trödel vorbei gebracht. Was nicht verkauft wird, aber von uns noch als lohnenswert eingestuft wird, kommt dann bis zum nächsten Trödel in den Container. 



Viele Helfer sind im Einsatz. Haben Sie manchmal Sorge, dass nicht genug Leute gefunden werden können, oder klappt das immer reibungslos?

 Genau nachgezählt habe ich noch nie, aber an dem gesamten Wochenende sind bestimmt 45 oder mehr ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Am Trödeltag selbst müssen zahlreiche Posten besetzt sein und nicht zu vergessen auch der Auf- und Abbau braucht einige helfende Hände. Auch die freiwillige Feuerwehr unterstützt uns immer mit mindestens drei bis vier Leuten. Denn falls ein Besucher mal Kreislaufprobleme hat, was wir durchaus schon hatten, oder es andere größere Probleme gibt, sind wir froh, dass die Helfer vor Ort sind. Sorge, dass ich nicht genug Helfer finde, habe ich eigentlich nicht. Wenn auch nicht immer jeder Aktive bei jedem Trödel mithelfen kann, so haben wir aber eine ausreichend große Zahl an Menschen, die uns hier unterstützen. Darüber bin ich wirklich sehr froh, denn mit so viel Rückendeckung aus dem Hintergrund macht die Organisation dann auch immer wieder großen Spaß. 

Haben Sie selbst schon einmal beim Trödelmarkt etwas Tolles gefunden? Für sich selbst oder für die Familie?

 Also ich habe ja zwei Kinder im Alter von fünf und acht Jahren, die natürlich auch immer zum Trödelmarkt kommen. Und das bedeutet, dass sie auch grundsätzlich immer etwas Schönes finden, was sie sich schon immer soooo sehr gewünscht haben (lacht). Ich selbst habe mir dort auch schon viele Sachen gekauft: von Ski über ein tolles festliches Geschirr von Seltmann und Weiden oder eine Armbanduhr. Da habe ich schon so einige Euro bei den Standbetreiben gelassen. Meist gleich das Geld, das meine Frau an ihrem Stand eingenommen hatte (lacht).

 Haben Sie Sorge, dass sich der Trödelmarkt nach so langer Zeit einmal totlaufen könnte?

 Eigentlich nicht. Der Trödelmarkt ist sowohl für die Standbetreiber als auch für die Besucher so attraktiv, dass es ihn sicher noch lange Zeit geben wird. Die Rahmenbedingungen sind für alle Beteiligten einfach perfekt. Für den Förderverein bietet die Lennehalle einfach alles, was wir für ein solches Event brauchen. Wo gibt es schon eine solche Mehrzweckhalle von dieser Größe und allen notwendigen Einrichtungen? Der Trödelmarkt ist wirklich eine Veranstaltung, bei der alle Beteiligten etwas Positives draus ziehen können.

 Das Team vom Gartenhallenbad macht im Rahmen des Trödelfestes ja auch auf den Förderverein aufmerksam. Konnten Sie dadurch auch neue Leute gewinnen?

 Das ist natürlich zu wünschen, aber selbst wenn das nicht immer der Fall ist, sind wir froh um jede helfende Hand. So können wir alle einen Teil dazu beitragen, dass unser Gartenhallenbad uns noch lange erhalten bleibt.

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