Tonnenschwere Sicherung für die Lennebrücke

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Sie ist altersschwach und an einem Neubau wird bereits geplant – bis der aber kommt, muss man der alten Brücke noch einmal unter die Arme greifen. Genauer gesagt unter die Stützpfeiler im Lennebett.

Dazu wurden jetzt Wagenladungen von so genannten Knäppern in die Lenne eingegebracht, mächtigen Felsbrocken von einem Gewicht zwischen 800 Kilogramm und zwei Tonnen. „Das war notwendig, damit die Strömung die Pfeiler nicht unterspült“, erklärt Siegfried Müller, dessen Bauunternehmen die Felsbrocken im Auftrag von „Straßen NRW“ in Position gebracht hat. Rund 100 Tonnen der dicken Steine wurde rechts und links der Pfeiler abgelagert. Michael Overmeyer, Sprecher von „Straßen NRW“ ergänzt: „Dort wurden Auskolkungen vorgefunden“. Die Strömung der Lenne habe mit der Zeit immer mehr Sandanteile auf dem Flussgrund weggeschwemmt. „Langfristig führt das dazu, dass die Pfeiler freigelegt werden - und das gefährdet die Standsicherheit der Brücke.“ Ein Kolk (auch Strudeltopf) ist eine Erosionserscheinung in einem Flussbett in Form einer Vertiefung.

Overmeyer nahm bei dieser Gelegenheit auch Stellung zu Gerüchten um den Neubau der Brücke, die offenbar in der Doppelgemeinde kursieren: „Die neue Brücke ist nicht gestorben. Die Planung geht weiter.“ Ein konkretes Zeitfenster gebe es gleichwohl nicht. „Im nächsten Winter werden wir dort sicher noch keinen Neubau stehen haben“, so Overmeyer weiter. Deswegen seien die aktuellen Maßnahmen als Strömungsschutz auch unvermeidbar gewesen.

Straßen NRW hat auch von Überlegungen Abstand genommen, die alte Brücke nach dem Neubau für Fußgänger und Radfahrer stehen zu lassen. - tk

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