Schnee in Nachrodt-Wiblingwerde

300 Tonnen Salz und Männer, die an die Grenze gehen

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Winteridylle... leider nicht immer für Autofahrer.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Wie sind wir nur von A nach B gekommen, bevor man bei Facebook jemanden fragen konnte, wie die Straßen denn wohl aussehen?“, fragt Rolf Wacker amüsiert in der Gruppe „Du bist Nachrodter weil...“, nachdem das Thema „Wetter“ in aller Munde war und ist. 

Und der Räumdienst natürlich gleich mit. Der hat wahrlich in diesen Tagen eine Menge zu tun. 

Und bittet um Verständnis, dass nicht jede Sackgasse der Nabel der Welt ist. „Wir hatten schon damit gerechnet, dass ordentlich was ‘runterkommt“, sagt Volker Richter, Leiter des Bauhofes. Mit „Mann und Maus“ war und ist sein Team unterwegs. „Aber besonders am Sonntag waren wir nicht in der Lage, jede Nebenstraße ganztägig freizuhalten.“ Ab 7 Uhr waren die Männer Sonntag im Einsatz – und kämpften den ganzen Tag gegen die Schneemassen. 

„Sie sind bis an die Grenzen des Machbaren gegangen“, sagt Volker Richter und spricht seinen Leuten ein großes Lob aus. Für Nachrodt-Wiblingwerde sind immer vier Räumfahrzeuge mit Streuautomat und Schneepflug im Einsatz. Hinzu kommt eine Truppe, die sich um die Gehwege kümmert. Werktags geht es um 5 Uhr los. 

Streuplan mit Prioritätenliste

Und natürlich gibt es einen Streuplan mit Prioritätenliste. In Wiblingwerde werden die Lüdenscheider Straße, die Nachrodter Straße, die Harpkestraße und Über dem Dorfe geräumt. Aber auch die Bezirke Veserde, Niggenhuser Hof, Herlsener Weg, Brenscheid, Hahn, Haste, Eilerde Brenscheider Mühle und Veserde werden nicht vergessen. „Wir waren zwei Mal in allen Bereichen. Aber dass wir sonntags nicht um halb 8 in den Außenbereichen sind, muss man bitte verstehen“, sagt Volker Richter. 

In Nachrodt werden unter anderem die Bachstraße, das scharfe Eck, Auf dem Steinstück, In der Hardt, Opperhusener Straße, Geschwister-Scholl-Straße geräumt. Manche Straßen haben Priorität 1, manche 2. „Bei solch einer Wetterlage wie am Sonntag sieht es allerdings nach 20 Minuten wieder so aus, als sei kein Räumfahrzeug da gewesen“, sagt Volker Richter, der natürlich auch Anrufe von genervten Bürgern bekam und bekommt. 

300 Tonnen Salz für Altena und Nachrodt-Wiblingwerde

„Aber viele haben auch Verständnis.“ 300 Tonnen Salz stehen in diesem Winter für Altena und Nachrodt-Wiblingwerde zur Verfügung. Einen kleinen Rest gibt es auch noch im Salzlager an den Serpentinen. Grundsätzlich werden die Fahrzeuge abends für den nächsten Tag geladen und getankt. Bei extremen Winterbedingungen reicht jedoch eine Salzladung nicht aus, sodass die Bauhofmitarbeiter noch mal zum Standort zurückmüssen. 

Dass auch Streufahrzeuge mal nicht weiterkommen, passiert „leider gar nicht so selten“, erzählt Volker Richter und schickt eine Bitte an die Autofahrer: „Parken Sie so, dass das Streufahrzeug durchkommt.“ Es bringe den Zeitplan komplett durcheinander, wenn die Durchfahrt blockiert sei und man rückwärts müsse.

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