Tierisches Theatervergnügen mit den künftigen Schulkindern

Abschied vom Waldkindergarten

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Eine mutige Maus wagt den Sprung ins Wasser.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Wir sind schon groß, ich komm‘ jetzt in die Schule...“ Laut sangen die Vorschulkinder des Waldkindergartens das Abschiedslied. Spätestens da war Eltern, Kindern und Erzieherinnen klar, dass auf die Kinder nun ein neuer Lebensabschnitt wartet. „Ihr habt unseren Alltag mit eurer Fantasie und Lebensfreude jeden Tag bunt gemacht“, sagte Britta Podworny, pädagogische Leiterin des Kindergartens.

 Sie wünschte den Kleinen für die Zukunft vor allem eines: Freude am Lernen. „Es ist ganz wichtig, dass euch die Schule Spaß macht“, gab sie den Kindern mit auf den Weg. Die Vorschüler freuen sich auf ihr Leben als Schulkind. „Wir lernen jetzt Lesen und Schreiben“, riefen die Kinder im Rahmen der kleinen Entlassfeier am Freitagnachmittag und sagen daraufhin „Alle Kinder können lesen“.

In den vergangenen Tagen haben sie intensiv für die Abschiedsfeier geprobt. Jeden Tag wurden die Lieder geübt und sogar ein kleines Theaterstück hatten die Kinder einstudiert. „Wir haben mit der genauen Planung des Abschieds relativ lange gewartet. Bis wir zumindest ungefähr wussten, wie es gehen könnte“, sagte Kindergartenleiterin Marina Hoheisel. Für das Team des Waldkindergartens war von Anfang an klar, dass sie ihre Schützlinge auch trotz Corona in irgendeiner Form verabschieden würden. „Also zwischenzeitlich gab es mal die Überlegung, es vormittags nur mit den Kindern zu machen. Aber jetzt gab es ja genug Lockerungen, sodass wir es auch mit den Eltern planen konnten“, berichtete Marina Hoheisel. Natürlich mussten Regeln eingehalten werden. So bekam beispielsweise jede Familie ihre eigene Bank zugewiesen. Zwischen den einzelnen Bänken war viel Platz – der Vorteil bei einem Kindergarten im Wald. „Wer aufsteht, setzt bitte eine Maske auf“, appellierte die Leiterin an die Eltern. Doch aufstehen wollte niemand, schließlich wollten alle das Theaterstück sehen.

Die niedlichen Tierkostüme der Kinder weckten die Erwartungen. Unter dem Titel „Mutig, mutig“ lieferten sich die kleinen Schauspieler einen Wettbewerb. Jedes Tier meisterte seine ganz eigene Mutprobe, die auf den ersten Blick für ein anderes Tier gar nicht so mutig erschien. Der Frosch verstand beispielsweise nicht, warum es für eine Maus mutig ist, durch einen Teich zu schwimmen. Und keines der Tiere verstand, warum der Spatz am Ende einfach sagt: „Ich mache nicht mit.“ Doch je länger sie darüber nachdachten, desto klarer wurde ihnen, dass genau darin der Mut lag. Der Spatz ging also als Sieger hervor.

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