21. und 22. Oktober: 1. Nachrodter Tierschau in der Lennehalle

Im Tiefflug durch die Halle

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Norbert Grebe und die zahme Gelbwangenamazone Moritz. Dieser Vogel benötigen enorm viel Pflege und persönliche Zuwendung.

Nachrodt-Wiblingwerde - Norbert Grebe hat die Lennehalle gebucht: Am 21. und 22. Oktober wird dort die erste große Nachrodter Tierschau stattfinden. Einen besonders großen Anteil darin haben prächtige Vögel, die nach aktuellem Planungsstand sogar frei fliegen werden.

Dazu trägt der Greifvogelpark Willingen bei, zu dem Norbert Grebe schon Kontakt aufgenommen hat. Ihm schwebt vor, dass in der Mitte der Lennehalle ein Freifluggehege mit Netzen geschaffen wird. In einem Bereich darin flattern Kakadus und Aras über den Köpfen der Zuschauer hinweg.

Blaustirnamazone Lancelot ist ein bildschöner Vogel.

Sofern möglich, sollen aber auch die Greifvögel so viel Platz haben, dass eine Flugschau veranstaltet werden kann. Grebe als Halter und Züchter von imposanten Prachtvögeln wird einen Teil der Schau natürlich selbst bestücken. Er hält in seinen großen Volieren in Rennerde Amazonen, Sittiche, Fasane, Wachteln, Wellen- und Nymphensittiche, Prachtrosellas, Halsbandsittiche, Gelbwange, Gelbscheitel, Doppelgelbkopf und Baustirne. Ganz frisch sind Schildsittiche dazugekommen aus einem Übernahmevertrag mit der Stadt Dortmund. Dort war ein Halter an Demenz erkrankt und nicht mehr in der Lage, sich um die Tiere zu kümmern. „So was ist natürlich tragisch, aber die Kommunen müssen sich auch um Fälle kümmern, wo keine artgerechte Haltung stattfindet. Deshalb arbeite ich auch in Vorbereitung für die Tierschau mit Veterinäramt und heimischen Tierärzten zusammen. Auch eine Kölner Auffangstation kommt dazu und ein Volierenbauer, der Interessenten erklärt, was diese Arten an Platz und Flugraum brauchen. Auch am Naturschutzbund bin ich dran.” Heimische Kleintiervereine und Interessenverbande bekommen in Gehegen und Volieren Platz zur Präsentation.

Norbert Grebe organisiert die erste Nachrodter Tierschau.

Die kleineren Stallungen bekommen einen Platz am äußeren Rand der Lennehalle und bilden so den Rahmen für das Freifluggehege. Der Boden der Lennehalle wird abgedeckt, damit er nicht verschmutzt wird durch Laub, Stroh und Späne. All das kostet natürlich Zeit zum Auf- und Abbau, weshalb die Halle insgesamt vier Tage gebucht ist. Die Aussteller bringen ihre Volieren und Gehege selbst mit. „Ein paar Bauten mache ich auch selber, aber für mehrere hundert Tiere schaffe ich das natürlich nicht allein”, erklärt Norbert Grebe schmunzelnd. Vor allem einen Traum kann er nicht selbst verwirklichen: Er hätte gerne eine kleine Teichanlage installiert, wo sich Enten tummeln könnten. „Vielleicht findet sich dafür ja noch ein Garten- und Landschaftsbauunternehmen, das sich bei der Schau präsentieren mag?” Eine Standgebühr verlangt Norbert Grebe nicht von Interessenten. Die Veranstaltungskosten sollen durch moderate Eintrittspreise und den Verkauf von Speisen und Getränken gedeckt werden. Interessenten, die gern mitwirken möchten, können sich gern mit Norbert Grebe in Verbindung setzen. Auch er schaut sich aktuell um, damit er den Gästen ein paar Highlights bieten kann. „Erst letztens war ja im Caritas-Familienbüro die Brutmaschine des Rassegeflügelzüchtervereins Altena zu sehen. So was hätte ich dort auch gerne.”

Grebes ganzer Stolz: Die Guatemalaamazone Bibo.

Norbert Grebe hat als Exoten-Halter selten die Gelegenheit, dem Nachwuchs seiner Tiere beim Schlüpfen zuzusehen: Die brüten deutlich seltener, Spitzenreiter in puncto Wartezeit sind Aras: „Da dauert es acht bis neun Jahre, bis ein Pärchen sich zu Nachwuchs entschließt.” Eine Garantie, dass das Junge dann auch durchkommt, gibt es nicht. Und auch die komplette Ausfärbung der Tiere braucht ihre Zeit. Das zeigte sich letztens noch bei den schwarzen Goldfasanen, die erfolgreich in einer der Volieren in Rennerde brüteten: Lange sah der heute prächtig schillernde Hahn so aus, wie die durchweg dunkel gefärbten Hennen. Heute ist der bunte Vogel der Hingucker schlechthin.

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