Theater 

Theaterstück: "Peter Pan" in der Lennehalle 

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Das Brettken am drögen Pütt spielt „Peter Pan“: Die Proben sind immer montags im Haus an der Hagener Straße 96 und sonntags in der Nachrodter Grundschule.

Nachrodt-Wiblingwerde - Vom 25. bis zum 3. Dezember verwandelt sich die Lennehalle ins sagenumwobene Nimmerland. Dann spielt das Ensemble „Brettken am drögen Pütt“ mit dem beliebten Klassiker "Peter Pan" auf.  Die Schauspieler geben einen exklusiven Einblick in die Vorbereitungen.

Wo ist denn eigentlich Nimmerland? Wo ist dieser seltsame Ort, an dem der sagenhaft böse Captain Hook sein Unwesen treibt und Peter Pan einfach nicht erwachsen werden will? Er ist am Holensiepen. 

Genauer: In der Lennehalle. Dort wird der Kinderzimmer-Klassiker vom 25. November bis zum 3. Dezember – natürlich vom Brettken – aufgeführt. 

„Das Atmen wird überbewertet“, lacht Michael Podworny, während seine Frau Britta gerade im Proberaum an der Hagener Straße 96 mit Fingerspitzengefühl versucht, die Fliege irgendwie ans Hemd zu kriegen. 

Die beiden spielen Mr. und Mrs. Darling im Winter-Stück „Peter Pan“, das jeder kennt und liebt, das vor mehr als 100 Jahren zum ersten Mal aufgeführt wurde und bis heute generationen-übergreifend begeistert. 

Die Schauspieler proben bereits seit Wochen

Seit Wochen gibt es Sonderproben, seit Wochen wird gesungen, getanzt, gespielt. Und seit Wochen steigt die Vorfreude des Schauspiel-Ensembles, das sich sicher ist: „Peter Pan“ wird Kindern und Erwachsenen gefallen. Der Held ist Peter Pan. Natürlich. Oder doch nicht? Die Rolle hat Thorsten Kühn erobert, der es sehr witzig findet, eingebildet, aber auch sehr kindisch sein zu dürfen. Thorsten hat sich seinen Text aufs Handy gesprochen und so lange angehört, bis „ich die eigene Stimme nicht mehr hören konnte“, lacht er. 

Text lernen. Text lernen. Text lernen. Aber das reicht nicht. „Ich bin Hook“, schmunzelt Michael Podworny, der auch Captain James Hook verkörpert, und das nicht nur spielen möchte, sondern es in diesem Moment auch ist. Hook ist der unangefochtene Kapitän des Piratenschiffes Jolly Roger – eine zwielichte Gestalt, die man aber auch lieben lernen kann. 

Noch nie waren so viele Kinder und Jugendliche im Team des Ensembles

Märchenhafte Existenzen tummeln sich auf der Bühne, die zum Schiff, zur Felseninsel und zum Urwald wird. Und noch nie waren so viele Kinder und Jugendliche mit im Team – passend natürlich zum Stück. Die verlorenen Jungs sind alles Mädels: Katharina Lange von Stocmeier spielt Curly, Julia Römer den Tootles. Tiger Lilly wird von Sidonie Römer verkörpert, Wendy von Amrei Podworny, John von Felix Podworny, Michael von Thessa Römer. 

Es ist ein bisschen ein Familienunternehmen, das für Peter Pan auf der Bühne steht. Und es gibt natürlich auch noch Smee und Tinkerbell. Smee ist Captain Hooks rechte Hand. Er scheint ein seltsam genialer Mann für einen Piraten zu sein – gespielt von Michael Krüger („es ist schön, der Fiesling zu sein, der eigentlich keiner ist“). In die Rolle der Tinkerbell schlüpft als Fee Frauke Römer. 

Den Hund Nana spielt Julia Römer. „Der Gesang macht uns besonders viel Spaß. Und wir hatten noch nie ein Stück, bei dem die Hauptrollen von so vielen Kindern gespielt werden. Man sieht von Woche zu Woche, wie sie daran wachsen, wie sie immer besser werden“, schwärmt Britta Podworny. 

Die Aufführung ist nah am Original von J.M. Barrie

Und ihr Mann ergänzt: „Wir erschaffen jedes Jahr eine neue Welt.“ Dr. Michael Podworny steht dem Ensemble „Brettken am drögen Pütt“ vor. Das Stück „Peter Pan“ ist eine Herzensangelegenheit, „das zu spielen, geht uns seit Jahren durch den Kopf.“ Jetzt ist es soweit. Die Bühnenfassung ist nah am Original von J. M. Barrie, wird in zwei Akten aufgeführt und dauert insgesamt etwas mehr als zwei Stunden. 

Premiere ist am Samstag, 25. November, ab 17 Uhr in der Lennehalle. Übrigens: Für die zweite Vorstellung am Totensonntag, 26. November, hat die Bezirksregierung eine Sondergenehmigung erteilt. „Das war nicht ganz einfach, hat aber geklappt“, freut sich Dr. Michael Podworny. Fünf Spieltermine sind angesetzt, damit auch jeder Peter Pan-Fan das Wintermärchen erleben kann. „Und aus Erfahrung wissen wir, dass bekannte Stücke die Menschen mehr begeistern. Wenn man etwas spielt, das keiner kennt, kommen 30 Prozent weniger Besucher.“ 

Interessierte können bei Bühnenbau und Technik helfen

Und natürlich wird bei solch einem Vorhaben jede Hand benötigt. Wer beim Bühnenbau oder bei der Technik helfen möchte, ist mehr als willkommen. 

Peter Pan-Termine: 25. November 17 Uhr; 26. November 16 Uhr, 29. November 17 Uhr, 2. Dezember 17 Uhr, 3. Dezember 16 Uhr. Die Karten kosten acht Euro für Erwachsene, vier Euro für Kinder. Eine Familienkarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder gibt es für 20 Euro. Der Kartenvorverkauf hat allerdings noch nicht begonnen.

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