Teufel steckt auf der B 236 im Detail

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Seit Montagmorgen laufen die Arbeiten an der Erneuerung der B 236-Fahrbahn zwischen Rastatt und Metzgerei Böhland. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ „Den Fertigstellungstermin wollen wir auf jeden Fall einhalten“, versicherte Bauleiter Kevin Schubert, dass die Vollsperrung der B 236 zwischen Nachrodt und Obstfeld nicht länger als die geplanten zwölf Tage dauern soll. Allerdings enthält die Planung auch einige Unwägbarkeiten.

Am Montagmorgen hatte das Iserlohner Tiefbauunternehmen Jungjohann mit sechs Mitarbeitern damit begonnen, die 500 Meter lange Buckelpiste zwischen Rastatt und Metzgerei Böhland wieder in eine gut zu befahrene Bundesstraße zu verwandeln. Dazu müssen die vorhandenen Asphaltschichten bis zu 30 Zentimeter tief abgefräst und durch zwei neue Schichten ersetzt werden. Das hört sich einfach an, doch der Teufel steckt auch hier im detail. Kevin Schubert hat das schon gleich am ersten Arbeitstag erfahren, als es darum ging, die vorhandenen Straßeneinläufe und Kanalschächte zu erneuern. „Die sind teilweise 100 Jahre alt, da lässt sich mit Standardmaßnahmen nicht viel machen“, sieht er das Improvisationstalent seiner Mitarbeiter gefordert. Von Fall zu Fall muss die geeignete Maßnahme getroffen werden, und das dauert seine Zeit. Innerhalb der ersten Woche sollen diese Arbeiten allerdings erledigt sein. Ebenfalls stehen für die erste Woche der Vollsperrung die vorbereiten Arbeiten zur Asphaltierung des Gehweges vor der St. Josef-Kirche auf dem Arbeitsplan. Dazu gehören nicht nur Ausschachtungsarbeiten, auch neue Bordsteine müssen gesetzt werden. Und nicht zuletzt muss ja auch die alte, von Schlaglöchern übersäte Fahrbahn der Bundesstraße abgefräst werden. Das soll am Donnerstag geschehen. „Dafür benötigen wir einen halben Tag“, sieht Schubert in diesem spektakulären, weil lautstarken und wahrscheinlich staubigen Arbeitsgang aber nicht das größte Problem.

Dauerregen unerwünscht

Probleme könnte dem Unternehmen aus der Waldstadt da schon eher das Wetter bereiten, vor allem, wenn es in der nächsten Woche mit Unterstützung einer zusätzlichen Arbeiterkolonne ans Asphaltieren geht. „Ein kleiner Regenschauer ist nicht so schlimm, aber Dauerregen können wir dann nicht gebrauchen“, erläutert Schubert. Bei zu heftigen Regenfällen könne zwischen den beiden Asphaltdecken – Trag- und Deckschicht – kein Schichtenverbund hergestellt werden. Außerdem kühle die schwarze Masse dann zu schnell aus, erklärt der Bauleiter. Unter günstigen Bedingungen sollen die beiden neuen Asphaltschichten am Montag und Dienstag, 1. und 2. August, aufgetragen werden. Für Mittwoch stehen dann Reinigungsarbeiten, für Donnerstag das Abräumen der Baustelle an. Dann könnte tatsächlich spätestens am 5. August wieder der Verkehr über die Straße rollen – einen Tag früher, als vom NRW-Landesbetrieb Straßenbau geplant.

Dagegen hätte sicherlich auch die Anwohner der Ehrenmalstraße nichts einzuwenden. Vor ihren Haustüren quält sich nämlich derzeit eine Autokolonne durch die schmale Straße. ▪ vg

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