Wiblingwerder beklagen Störgeräusche im Telefon

In Wiblingwerde sind seit rund zwei Wochen mindestens 30 Telefonanschlüsse gestört.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Mindestens 30 Haushalte in Wiblingwerde klagen seit Weihnachten über Störgeräusche in ihren Telefonen. Die Telekom arbeitet seit nunmehr zwei Wochen an der Beseitigung der Ursache, doch ein Ende der Probleme ist noch nicht in Sicht.

„Zum ersten Mal haben wir die Geräusche kurz vor Weihnachten wahrgenommen“, berichtete Helmtrud Gundermann vom Dorfplatz. „Wir haben dann überprüft, ob es möglicherweise an unserer eigenen Telefonanlage liegt, aber auch unser Sohn im Nachbarhaus und andere Nachbarn waren betroffen“, so die Wiblingwerderin. Als der Elektrobetrieb ihres Mannes dann über Weihnachten überhaupt nicht mehr zu erreichen war, schwante den Gundermanns Böses. „Doch dann ging auf einmal alles wieder“, berichtete Helmtrud Gundermann.

Ähnliche Probleme hatte auch Manfred Winkhaus von der Gaststätte Zur schönen Aussicht. „An Heiligabend ging überhaupt nichts mehr: Unser Anschluss war ständig besetzt, auch selbst anrufen konnten wir nicht mehr“, berichtet der Gastwirt, für den ein funktionierendes Telefon von existenzieller Bedeutung ist. Er wusste sich zwar zu helfen und lässt Anrufe an seinen Festnetzanschluss mittlerweile direkt auf sein Handy umleiten, hat aber festgestellt: „Das ist schon unangenehm.“

Insgesamt sind in Wiblingwerde mindestens 30 Telefonanschlüsse betroffen. Jedenfalls liegen der Telekom nach Auskunft ihres Pressesprecher George-Stephen McKinney so viele Störungsmeldungen vor. Europas größtes Telekommunikationsunternehmen machte sich nach seinen Angaben sofort auf die Suche nach der Ursache des Problems und fand ein defektes Kabel „irgendwo im Wald zwischen Nachrodt und Wiblingwerde“. In dieses Kabel sei Wasser eingedrungen, so McKinney und erläuterte, welche Auswirkungen das habe: „Der Schaden macht sich erst nach und nach bemerkbar. Mit einem Knistern in der Leitung kann es anfangen und beim Totalausfall enden“, so der Telekom-Sprecher. Das erklärt auch, warum in einigen Haushalten das Internet noch funktionieren kann, während das Telefon streikt, oder warum in einigen Fällen, das Telefonieren nur von Störgeräuschen begleitet ist, während in anderen das Telefon gleich ganz „tot“ ist.

Auftreten können solche Schäden an Telefonkabeln, wenn die Isolierung bei Bauarbeiten oder bei absackendem Erdreich durch einen spitzen Stein leicht beschädigt wird. Dann dringt Wasser in die Leitung ein. Wie gravierend die dadurch auftretenden Probleme sind, hängt nach Worten von George-Stephen McKinney davon ab, „wieviel Wasser wie weit und wie lange eingedrungen ist“.

Das Problem in Wiblingwerde sei zunächst gewesen, die Schadensstelle überhaupt zu finden, so McKinney weiter. Dann sei auch noch Wasser in die Baugrube eingedrungen und obendrein habe das passende Ersatzkabel erst bestellt werden müssen. Derzeit warte die Telekom auf die Lieferung. Eine Zeitangabe, wann die Telefonanschlüsse im Höhendorf wieder störungsfrei funktionieren, wollte der Telekom-Sprecher deshalb nicht machen, versicherte aber, dass das Unternehmen mit Hochdruck daran arbeite. „Schon die Fehlersuche hat länger bedauert, als uns lieb war, denn letztlich verdienen wir Geld nur mit funktionierenden Anschlüssen“, so McKinney. ▪ Volker Griese

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