Aufrüstung mit Hindernissen

Telekom installiert LTE-Masten für schnelle Internetverbindung

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Der neue Sendemast sei zwar gleich hoch, aber wesentlich stabiler und damit auch leistungsfähiger.

Nachrodt-Wiblingwerde - Immer wieder kommt es momentan rund um Nachrodt zu Störungen im D1-Netz. Das liegt daran, dass die Telekom derzeit mit Hochdruck an einem neuen Sendemasten arbeitet, mit dem künftig auch der Mobilfunkdienst LTE flächendeckend abrufbar sein soll.

„Der bestehende Mast ist statisch ausgelastet und lässt keine Erweiterung für den Mobilfunkdienst LTE zu“, erklärte André Hofmann, Pressesprecher der Telekom auf Anfrage unserer Zeitung. Der Mast steht zwischen Rennerde und Nachrodt, einige hundert Meter hinter dem Salzlager an den Serpentinen.

In den vergangenen Wochen wurde dort intensiv gearbeitet. Zunächst einmal musste der Wirtschaftsweg ausgebessert werden, damit die schweren Geräte, wie beispielsweise der große Kran auch bis zur Baustelle kommen konnten. Zwei Tage war der Kran im Einsatz und setzte den neuen Masten, der aus vielen großen Einzelteilen bestand zusammen. Die Bauarbeiten konnten von Weitem gut beobachtet werden, denn die Spitze der Türme und des Krans ragten weit über die Baumwipfel des Waldes hinaus.

Der neue Sendemast wurde nach Auskunft von Hofmann auf dem gleichen Grundstück errichtet, direkt neben dem Bestehenden. Der neue Sendemast sei zwar gleich hoch, aber wesentlich stabiler und damit auch leistungsfähiger. „Nach der Inbetriebnahme der Mobilfunkdienste auf dem neuen Mast, wird der bisherige Mast demontiert. In der Zwischenzeit stehen beide Masten nebeneinander“, erklärte Hofmann das weitere Vorgehen.

Über LTE werden sich Handynutzer freuen, die viel im Internet unterwegs sind. LTE steht für „Long Term Evolution“ und soll beim Download deutlich höhere Datenraten von bis zu 300 bis 500 Megabit pro Sekunde ermöglichen – in der Praxis sind die Raten allerdings meist noch deutlich niedriger. Dennoch: Durch die höheren Datenraten werden sich zukünftig beispielsweise Internetseiten schneller auf dem Handy öffnen lassen. Allerdings ist das noch nicht mit allen Geräten möglich. Lediglich neuere Smartphones sind darauf eingerichtet, einen so hohen Download-Speed erreichen zu können.

Von den Vorteilen, merken die Nachrodt-Wiblingwerder derzeit allerdings noch nichts. Denn derzeit bereiten Internet- und Telefonverbindung eher Sorgen. „Momentan werden an den Masten Arbeiten an der Elektrik durchgeführt. Daher kann es immer wieder zu Unterbrechungen der Versorgung kommen“, erklärte Hofmann. Gestern funktionierten Telefon und Internet vor allem am Nachmittag nicht. Über einen längeren Zeitraum war die Verbindung komplett unterbrochen. Die Arbeiten sollen allerdings bis zum kommenden Donnerstag abgeschlossen sein.

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